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Drogen allgemein

Kaffee, Alkohol, Zigaretten – viele Menschen nehmen im Alltag legale Drogen ganz selbstverständlich zu sich. Früher oder später wird jeder Heranwachsende mit ihnen konfrontiert, häufig aber auch mit illegalen Substanzen. Viele Jugendliche suchen den „gewissen Kick“, in dem sie Rauschmittel zu sich nehmen. Was mit neugierigem Ausprobieren anfängt, endet nicht selten im Desaster: 1.002 Menschen bezahlten 2013 den Konsum von Drogen mit dem Leben – 2012 waren es 944, darunter jeweils ein Kind im Alter bis 13 Jahren und eines im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. 9 Rauschgifttote waren 2013 zwischen 18 und 20 Jahren, 48 waren 21 bis 24 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit dem Konsum von Heroin.

Doch die Zahl der Alkoholabhängigen, Medikamenten- und Tabaksüchtigen übersteigt die der Konsumenten illegaler Drogen deutlich. So sterben in Deutschland pro Jahr 74.000 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen ihres Alkoholkonsums. Vor allem jüngere Menschen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren "genießen" in Mengen, die der Gesundheit Schaden zufügen können. Der Anteil der betroffenen Männer liegt mit 54,9% deutlich über dem der Frauen mit 36%. Aber auch 8,2% der 12- bis 17- Jährigen sind betroffen. 2012 mussten 26.673 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Tabak und Alkohol
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Nach wie vor werden Zigaretten in Deutschland als Einstiegsdroge Nummer eins gesehen. Obwohl die Beschaffung der legalen Droge für Kinder und Jugendliche in den letzten Jahren zunehmend erschwert wurde, rauchen 12% der 12- bis 17-jährigen Jungen und 13% der gleichaltrigen Mädchen. Insgesamt leben in Deutschland etwa 14,7 Millionen Raucher – ein Drittel davon wird als schwer nikotinsüchtig eingestuft.

Jugendliche sollen deshalb in Zukunft noch besser vor Drogen geschützt werden. Die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS) bündelt das Fachwissen in Deutschland zu Suchtprävention und Suchthilfe. Sie bietet Informationen und Hilfe für Konsumente, Abhängige und deren Angehörige.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Monika Niehaus