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Rotavirus-Infektion

Was ist eine Rotavirus-Infektion?

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kindern. Jährlich sterben über eine halbe Millionen Menschen - meistens Kinder - weltweit durch diese schwer wiegende Durchfallerkrankung. Laut der Weltgesundheitsorganisation starben 2008 schätzungsweise 450.000 Kinder, insbesondere in den Entwicklungsländern, an einer Rotavirus-Infektion. Die Erkrankung tritt vermehrt in den ersten fünf Lebensjahren auf, wobei sie für Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren durch den hohen Flüssigkeitsverlust besonders gefährlich werden kann.

Durchfallerkrankung

In Deutschland erkranken jährlich ca. 40.000 bis 70.000 Menschen durch eine Rotavirus-Infektion – etwa 60-70% der Patienten sind Kinder bis zu fünf Jahren. Viele der erkrankten Kinder müssen im Krankenhaus behandelt werden. Bei Kleinkindern, die aufgrund einer schweren Durchfallerkrankung ins Krankenhaus eingewiesen werden, sind bei mehr als 50% Rotaviren verantwortlich.

Während der späten Wintermonate und im Frühjahr wird eine Häufung der Krankheitsfälle beobachtet, da sich die Erreger im warmen, trockenen Klima der geheizten Wohnungen leichter verbreiten. Das Rotavirus ist sehr widerstandsfähig und hochansteckend; bereits wenige Viren können bei einem Kind zum Ausbruch der Durchfallerkrankung führen.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 17.03.2016