Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Mumps (Parotitis epidemica)

Impfschutz

Eine zuverlässige Vorsorge gegen Mumps bietet nur die rechtzeitige Impfung mit einem Mumps-Lebendimpfstoff, d.h. einem abgeschwächten Erreger. Üblicherweise wird die erste Mumps-Impfung nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin zwischen vollendetem 11. und 14. Lebensmonat durchgeführt. Eine zweite Impfung sollte zwischen vollendetem 15. und 23. Monat, möglichst vor Besuch einer Betreuungseinrichtung und spätestens im sechsten Lebensjahr vor Schulbeginn erfolgen. Wurden die empfohlenen Impftermine versäumt, ist trotzdem eine spätere Impfung ohne Altersbegrenzung möglich.

Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln

Meist wird bei beiden Impfungen ein Kombinationsimpfstoff verwendet, der gleichzeitig auch gegen Masern und Röteln (MMR) immunisiert. Zwischen erster und zweiter Impfung sollten mindestens vier Wochen liegen. Nach beiden Impfungen besteht jahrzehntelange Immunität. Der Impfstoff ist in der Regel gut verträglich, Nebenwirkungen sind kaum zu befürchten.
Seit 2010 empfiehlt die STIKO Personen, die nach 1970 geboren sind und keine bzw. in der Kindheit nur eine Impfung gegen Masern erhalten haben, eine einmalige Impfung gegen Masern, vorzugsweise mit MMR-Impfstoff. Somit wird sich der Impfschutz der Bevölkerung bei konsequenter Umsetzung der neuen Empfehlungen auch gegen Mumps deutlich bessern.

Ungeimpfte, nur einmal geimpfte Personen oder Menschen, bei denen die Immunität nicht sicher ist, sollten sich innerhalb von drei Tagen impfen lassen, sofern sie Kontakt zu einem Mumpspatienten hatten.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 30.07.2015