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Lungenentzündung (Pneumonie)

Was ist eine Lungenentzündung (Pneumonie)?

Als Lungenentzündung (Pneumonie) bezeichnet man eine Entzündung der Lungenbläschen (Alveolen) und/oder des Lungenbindegewebes. Typischerweise geht die Pneumonie mit einer Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe einher. 

Pneumonie

Mediziner teilen eine Lungenentzündung in eine Bronchopneumonie und eine Lobärpneumonie ein. Sind die Atemwege mit angrenzendem Lungenbindegewebe betroffen, spricht man von einer Bronchopneumonie. Ist dagegen ein Segment oder ein Lappen des Lungenbindegewebes angegriffen, spricht man von Segment- oder Lobärpneumonie.

Besonders häufig sind Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder von der Erkrankung betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist, und sie somit anfälliger gegenüber den Erregern sind. Im Säuglings- und Kleinkindesalter überwiegen die Bronchopneumonien. Die Lobärpneumonie tritt vornehmlich bei älteren Klein- und Schulkindern auf. Auch bei den einzelnen Erregern zeigt sich eine Altersaffinität, das heißt, einige von ihnen kommen vermehrt bei kleineren Kindern vor, andere eher bei älteren Kindern.

Einer Schätzung zufolge erkranken jährlich etwa bis zu 2,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren in den Industrienationen (Nordamerika, Australien, Neuseeland, Europa und Japan) an einer Lungenentzündung. Darunter müssen etwa 1,5 Millionen Kinder dieser Altersgruppe ins Krankenhaus und 3.000 versterben in der Folge einer Pneumonie.

Weltweit gehört die Lungenentzündung zu den führenden Todesursachen bei kleinen Kindern. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO („World Health Organization“) erkranken auf der ganzen Welt jährlich schätzungsweise 156 Mio. Kinder unter 5 Jahren an einer Pneumonie, 20 Mio. müssen deshalb im Krankenhaus behandelt werden und über 2 Mio. Kinder versterben daran.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 30.07.2015