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Allergien
Allgemeines
Jeder fünfte Mensch, der in einem Industrieland lebt, reagiert gegen irgendeine Substanz allergisch. Die Tendenz ist steigend. Das gilt für die Großen wie für die Kleinen. Fast ein Drittel aller Kinder ist betroffen. Die gewaltige Zunahme von Allergien (griech.: anders reagieren) steht vermutlich in Zusammenhang mit der industriell-technischen Entwicklung. Inzwischen sind etwa 20.000 verschiedene allergieauslösende Stoffe bekannt.
Bei Allergikern reagiert das körpereigene Immunsystem überschießend gegen von außen eindringende, an sich harmlose Stoffe (Allergene). Die häufigsten Allergene sind Eiweiße aus dem Pflanzen- und Tierreich wie Blütenpollen, Hausstaubmilben
und Tierhaare. 10-30% aller Kinder in Mitteleuropa entwickeln bis zur Einschulung einen Heuschnupfen,
ein Asthma bronchiale und/oder eine Neurodermitis. Weiterhin spielen besonders im frühen Kindesalter ernährungsbedingte Allergien (z. B. gegenüber Kuhmilchproteinen) mit Blähungen, Durchfall und Hautausschlägen eine große Rolle.
Trotz der Zunahme müssen Allergien nicht als gegeben hingenommen werden – Vorbeugung, Früherkennung der Symptome und rechtzeitige Verhaltensänderung können das Leben eines allergiekranken Kindes und entsprechend seiner Eltern erheblich erleichtern.
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