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Diphtherie

Was ist Diphtherie?

Diphtherie ist eine hochansteckende lebensgefährliche bakterielle Infektionskrankheit. Nicht umsonst wurde Diphtherie früher als "Würgeengel der Kinder" bezeichnet – vor Einführung der vorbeugenden Impfung forderte die schwere Infektionskrankheit viele Opfer. Die Erkrankungen brechen in den gemäßigten Klimazonen vor allem im Herbst und Winter aus. Neben der Impfung trug auch die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse dazu bei, dass Diphtherie in den Industrienationen seltener geworden ist. Trotzdem gab es immer wieder vereinzelt Erkrankungsfälle und Todesfälle in Deutschland (etwa 4-8 Erkrankungsfälle und zwischen 0 bis 3 Todesfälle jährlich). Bei 26 europäischen Ländern wurden 2011 insgesamt 18 Fälle gemeldet.

Gefährliche bakterielle Halsentzündung
Diphtherie ist eine hochansteckende und lebensgefährliche bakterielle Infektion. (© Dron - Fotolia.com)

In vielen Entwicklungsländern ist die Diphtherie jedoch noch weit verbreitet. In der ehemaligen Sowjetunion ist in der ersten Hälfte der 90er-Jahre eine starke Zunahme der Krankheitsfälle zu verzeichnen gewesen. Studien aus Europa und Nordamerika zeigten, dass die Erwachsenen keinen optimalen Impfschutz haben. Während dieser Epidemie in Osteuropa waren die meisten Todesfälle (62%) in der Altersgruppe der 41- bis 64-Jährigen zu verzeichnen. Kinder haben heute in Deutschland in der Regel einen guten Impfschutz.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 30.07.2015