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Epilepsie


Allgemeines

Unter Epilepsie versteht man eine Reihe von Krankheitsbildern, denen das wiederholte Auftreten epileptischer Anfälle gemeinsam ist. Es handelt sich um die häufigste chronische Erkrankung des Zentralnervensystems. Trotz unübersehbarer Fortschritte der naturwissenschaftlich orientierten Medizin verbinden viele mit dem Begriff Epilepsie noch etwas Mystisches, Rätselhaftes und Unheimliches.

Die Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten. Circa 1 % aller Menschen sind von epileptischen Anfällen betroffen. Bei ca. 75% der Epileptiker treten die ersten epileptischen Anfälle bereits im Kindes- oder Jugendalter auf. Dabei müssen diese unterschieden werden von ähnlichen anfallsartigen Bewusstseins- oder Verhaltensstörungen (Affektkrämpfen). Bei 4% der Kinder kommen Gelegenheitskrämpfe vor.
Der Arzt verwendet anstelle des Ausdrucks ‚epileptisch’ häufig den Begriff „zerebraler“ Anfall (aus dem Lateinischen, cerebrum = Gehirn). Dadurch wird deutlich, dass es sich um Anfälle handelt, die ihren Ursprung in einer vorübergehend gestörten Hirntätigkeit haben.

Die Krampfbereitschaft an sich ist eine generelle Eigenschaft des menschlichen Gehirns. Bei jedem Menschen kann unter bestimmten Voraussetzungen ein epileptischer Anfall ausgelöst werden. Man könnte einen Anfall auch als eine Art Gewitter im Kopf bezeichnen: Wie bei einem Gewitter kommt es zu einer übermäßigen elektrischen Entladung der Nervenzellen im Gehirn. Je nachdem, welche und wie viele Nervenzellen beteiligt sind, äußert sich das in kleineren oder größeren Krampfanfällen oder auch nur in kurzfristigen Bewusstseins- oder Empfindungsstörungen.

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