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Keuchhusten (Pertussis)


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Als Keuchhusten oder Pertussis wird eine akute Infektion der Atemwege durch das Bakterium Bordetella pertussis bezeichnet. Der Erreger wurde nach seinem Entdecker Jules Bordet (1870 – 1961), einem belgischen Bakteriologen, benannt.

Keuchhusten ist sehr ansteckend und wird über die Luft übertragen, beispielsweise beim Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion). Charakteristisches Symptom sind heftige Hustenanfälle, die mehrere Wochen andauern. Weder mit einer durchgemachten Erkrankung noch einer Impfung erlangt man lebenslange Immunität.

Keuchhusten ist nach wie vor weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern, gilt aber nicht mehr als klassische Kinderkrankheit. Zunehmend sind Jugendliche und Erwachsene betroffen, so dass die Erkrankungsrate in den Industrienationen eine steigende Tendenz aufweist. Während inzwischen 90% der schulpflichtigen Kinder geimpft sind, denken nur wenige Erwachsene an eine Auffrischungsimpfung. Auf dieses Weise steigt die Zahl der potenziellen Überträger.

Im Winterhalbjahr erkranken etwas mehr Menschen als im Sommerhalbjahr, der Anteil der Mädchen und Frauen liegt bei etwa 61%.

Neugeborene und Säuglinge gelten im Falle einer Ansteckung als besonders gefährdet.

 

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