Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Kinderarztpraxis Stieghorst Dr. Marcus Heidemann - Dr. Sascha Kummer



Informationen zu Impfungen in unserer Praxis

 

Liebe Eltern,

gerne möchten wir Sie über die von uns vorgeschlagenen Impfungen informieren. Wir orientieren uns bei unserem Impfplan im Wesentlichen an den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO), einer Expertenkommission die nach wissenschaftlichen Maßstäben Empfehlungen zum Einsatz von Impfungen gibt.
Sollten Sie zu den Impfungen Fragen haben oder ein anderes Vorgehen wünschen, so teilen Sie uns dies gerne mit, damit wir Sie individuell beraten können.

Hier der aktuelle Impfplan wie von der STIKO empfohlen (Stand : Januar 2007):

  • im Alter von 2 Monaten erfolgt die erste 6-fach-Impfung ¹) (eine Spritze)               und die erste Pneumokokkenimpfung.
  • im Alter von 3 Monaten die zweite 6-fach-Impfung¹)                                                    und die zweite Pneumokokkenimpfung.
  • im Alter von 4 Monaten die dritte 6-fach-Impfung¹)                                                      und die dritte Pneumokokkenimpfung.
  • im Alter von 12 Monaten die erste MMRV-Impfung²) (eine Spritze).
  • im Alter von 13 Monaten die vierte 6-fach-Impfung¹)                                                   und die vierte Pneumokokkenimpfung.
  • im Alter von 15 Monaten  die zweite MMRV-Impfung²).
  • im Alter von 17 Monaten Meningokokkenimpfung .

¹) die 6-fach-Impfung beinhaltet Impfstoffe gegen Kinderlähmung, Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie, Keuchhusten, Hepatitis B und Hämophilus influenzae.

²) die MMRV-Impfung enthält Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

 

Hiermit ist der grundlegende Impfschutz für Ihr Kind vollständig. Im weiteren Leben müssen einige der Impfungen erneut gegeben werden (Auffrischung), damit Ihr Kind seinen Impfschutz nicht verliert.
Die folgenden Zeitangaben sind nur als Richtwert zu betrachten. Der optimale Zeitpunkt einer Impfung richtet sich nach den vorherigen Impfungen, aber auch nach den psychologischen Gegebenheiten eines Kindes, die „Spritze“ gut zu verkraften.

  • im Alter von ca. 6-7 Jahren Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphterie und Keuchhusten ( eine Spritze).
  • im Alter von ca. 12-13 Jahren Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Kinderlähmung (eine Spritze).



Weiterhin sollten Impfungen, die oben genannt sind, aber bei Ihrem Kind bisher nicht erfolgt sind, möglichst zeitnah nachgeholt werden.

Eine vergessene Impfung kann jederzeit nachgeholt werden, eine gegebene Impfung behält ihre Gültigkeit, auch wenn die Auffrischung erst später erfolgt als geplant

Im Erwachsenenalter sollte dann durch Auffrisch-Impfungen gemäß den jeweils gültigen Empfehlungen der erreichte Impfschutz gesichert werden.

Bei speziellen Risikogruppen gibt es weitere empfohlene Impfungen, so etwa bei Frühgeborenen oder Kindern mit schweren Erkrankungen. In diesen Fällen werden wir Sie auf die Impfungen hinweisen und die vorgeschlagenen Impfungen mit Ihnen besprechen.

Was Eltern sonst noch zu Impfungen wissen sollten:

Wir impfen aus der Überzeugung, daß wir unseren kleinen Patienten damit etwas Gutes tun. Leider können wir nicht ausschließen, dass auch eine Impfung, wie jede andere Maßnahme auch, gewisse Risiken hat. Für jede Impfung gilt aber, daß die Krankheit vor der wir Ihr Kind schützen wollen in jedem Fall um ein vielfaches mehr Risiken bietet als die Impfung. Wirklich schwere Komplikationen von Impfungen sind extrem selten.
Häufig sind die Kinder im Anschluss an die Impfung einige Zeit, meist einige Stunden – selten für 1-2 Tage, unzufriedener und unruhiger als sonst. Gelegentlich tritt etwas erhöhte Temperatur auf, manchmal auch Fieber. Weiterhin treten gelegentlich an der Impfstelle Rötungen und leichte Schwellungen auf, manchmal etwas „Muskelkater“. In diesen Fällen hat sich wenn notwendig die Gabe von Paracetamol bewährt (125 mg-Zäpfchen bei Kindern bis 12 Monate, 250 mg Zäpfchen bei Kindern bis zum Schulalter).
Sollten Beschwerden auftreten die stärker als die oben genannt sind oder Sie unsicher sein, ob nicht doch noch etwas anderes zu den Veränderungen bei Ihrem Kind geführt hat, setzen sie sich bitte mit uns in Verbindung, bzw. vereinbaren einen Termin.
Für eine Impfung sollte Ihr Kind möglichst gesund sein. Fieber oder stärkere Erkrankungen sollten nicht bestehen. Ein leichterer Schnupfen oder ein fieberfreier Zeitraum nach einer Erkrankung schließen eine Impfung nicht aus.
In der Folge von Impfungen sind ansonsten keine weiteren Maßnahmen oder Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Sport und körperliche Belastung sind (bis auf Höchstleistungen) erlaubt.

Näheres zu den Erkrankungen gegen die geimpft wird:

Tetanus (Wundstarrkrampf): Durch Verletzungen ausgelöste Infektion, bei der der Erreger nach Eintritt durch die Wunde zu einer oft tödlichen Erkrankung führt.
Kinderlähmung (Poliomyelitis): Ansteckende Infektionskrankheit die zu bleibenden Lähmungen führen kann.
Diphtherie: Infektionskrankheit die durch Gift-produzierende Bakterien lebensgefährliche Erkrankungsverläufe hervorruft.
Keuchhusten (Pertussis): Ausgesprochen hartnäckige und schwere Hustenerkrankung die über viele Wochen anhält. Für Säuglinge lebensbedrohlich.
Hepatitis B: Leberentzündung die durch Blutkontakt oder Sexualkontakte übertragen werden. Führt in manchen Fällen zu andauernder gefährlicher Leberschädigung.
Hämophilus influenzae (HIB): Bakterium das besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich ist. Verursacht Mittelohr-, Atemwegs- und Hirnhautentzündungen.
Masern: Bekannte Kinderkrankheit, die weit weniger harmlos ist als ihr Ruf. Verursacht häufig schwere, manchmal lebensbedrohliche Komplikationen.
Mumps: Ebenfalls bekannte Kinderkrankheit die zahlreiche Komplikationen bieten kann. Bekannt sind vor allem eine Gehirnbeteiligung sowie eine Schädigung des Hodens
Röteln: Führen bei Schwangeren zu schwersten Schädigungen des Neugeborenen.
Windpocken (Varizellen): Nicht immer harmlose Kinderkrankheit, in selten Fällen mit schweren Komplikationen. Ansonsten für Kinder (und Eltern) sehr unangenehm.

Bei Fragen zu Impfungen sprechen Sie uns jederzeit gerne an!


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