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Herausgeber:

Gemeinschaftspraxis Dr. Haaf, Dr. Ebert, 97941 Tauberbischofsheim

Allgemeines über Impfungen

Um sich vor bestimmten Krankheiten, die gefährliche Folgen haben können, zu schützen, wurden Impfungen entwickelt. Die empfohlene Art und Anzahl der Impfungenschwankt je nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Möglichkeiten.
Keine medizinische Maßnahme, selbst nicht die Einnahme der harmlosesten Tablette, kann ohne Risiko sein, ein absolut risikofreies Leben gibt es nicht. Genauso gibt es auch bei allen Impfungen gewisse Risiken, die jedoch sehr gering sind.
Denn jeder Impfstoff wird vor der Zulassung genauestens überprüft und außderdem ist jeder Arzt verpflichtet, fragliche Impfnebenwirkungen sofort zu melden, damit in der Zukunft solche bislang unbekannte Risiken ausgeschaltet oder gemindert werden können.
Eine Impfung ist zu empfehlen, wenn das Risiko zu erkranken wesentlich höher liegt als eine etwaige Schädigung durch die Impfung.
Zum Beispiel bei den Impfungen gegen:
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Diphtherie
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • HIB und Pneumokokken(eitrige Hirnhautentzündungen)
  • Hepatitis A und B (ansteckende Gelbsucht)
  • MMR (Masern-Mumps-Röteln)
  • Varizellen (Windpocken)
  • Pneumokokken (bakterieller Erreger schwerer Infektionen)
  • Meningokokken Typ C (schwere eitrige Hirnhautentzündung)
  • Typhus (schwere tropische Darminfektion)
  • Grippe und
  • FSME (Hirnhautentzündung durch Zecken)

Fieberzustände treten nach Impfungen gelegentlich auf, sind aber harmlos. Gelegentlich kommtes an der Einstichstelle zu einer Rötung oder vorübergehenden Schwellung.
Nach der Masern-Impfung kann es in sehr seltenen Fällen nach 8-10 Tagen zu einem leichten Ausschlag mit etwas Fieber kommen, das gleiche kann nach der Varizellen-Impfung passieren. Allerdings sind diese Impfausschläge nicht ansteckend oder gefährlich. Diese Impfungen sind alle "öffentlich empfohlen"; das heißt: Auch die Gesundheitsbehörden sind an der Weiterverbreitung dieser Impfungen interessiert, weil Erkrankungen mit zum Teil schweren Komplikationen dadurch zurückgehen und Krankheitskosten eingespart werden.

Sie, liebe Eltern, sollten bei der Gelegenheit auch einmal an Ihren eigenen Impfschutz denken. Wir sind gerne bereit, Sie darüber anhand Ihrer Impfdokumente zu beraten und gegebenenfalls zu impfen, wenn Sie es wünschen.
Sie können sich denken, dass bei der Impfung von Erwachsenen die gleichen Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen gelten wie bei Kindern und Jugendlichen.

Für Informationen über weitere Impfungen auch über Reiseimpfungen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir sind vom Sozialministerium Baden-Württemberg als Gelbfieber-Impfstelle zugelassen.

Impfplan

Unser Impfplan entspricht den neuesten Richtlinien der STIKO(Ständige Impfkommission beim Robert Koch Institut):

Empfohlenes ImpfalterImpfung gegen
3. - 4. Monat
U 4
Diphtherie-Tetanus- Pertussis-Polio-Hib- Hepatitis B als 6-fach Kombi-Impfstoff, + Pneumokokken *
5. MonatDiphtherie- Tetanus- Pertussis - Polio-Hib-Hepatitis B als 6-fach Kombi-Impfstoff, + Pneumokokken *
6. - 7. Monat
U 5
Diphtherie-Tetanus- Pertussis - Polio-Hib-Hepatitis B als 6-fach Kombi-Impfstoff, + Pneumokokken *
ab 12. MonatWindpocken (Varizellen) und Masern-Mumps-Röteln (MMRV),
frühestens 4 Wochen später MMRV wiederholen
15. MonatMeningokokken Typ C
18. MonatDiphtherie-Tetanus-Pertussis -Polio-Hib - Hepatitis B als 6-fach Kombi-Impfstoff, + Pneumokokken *
5 - 5 1/2 Jahre
U 9
Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Auffrischung
mit 10 JahrenTetanus-Diphtherie- Pertussis-Polio-Auffrischung
für Mädchen von 12-17 JahrenHPV-Impfung 3 x (0 - 2 - 6 Monate)
mit 20, 30, Jahren usf.Tetanus-Diphtherie- Pertussis-Auffrischung,
normalerweise keine neue Polioauffrischung mehr erforderlich.

(Stand Juli 2007)


Weitere Impfungen unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Die Meningokokkenimpfung Typ C schützt Kinder und Jugendliche vor einem gefährlichen Krankheitserreger, diese Impfung ist empfehlenswert
    und wird in Baden-Württemberg ab dem 2. Lebensjahr von den Krankenkassen erstattet. Nähere Informationen dazu in unserer Praxis.
  • Die Pertussisimpfung wird darüberhinaus empfohlen bei sämtlichen Kontaktpersonen in Familien, in denen Nachwuchs erwartet wird. Auch Frauen mit Kinderwunsch sollten sich impfen lassen.
  • Die FSME-Impfung wird in Baden-Württemberg und Bayern für alle Altersgruppen ab dem Kleinkindalter empfohlen bei längerem Aufenthalt im Freien
  • Zur Grippeimpfung raten wir bei allen Personen ab dem Alter von 6 Monaten, ab diesem Alter ist die Impfung möglich. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer chronischen Erkrankung oder bei Immunschwäche sollte die Grippe-Impfung unbedingt durchgeführt werden.
  • Kinder mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung sollten in Ergänzung der Pneumokokken-Impfung in den ersten beiden Jahren danach nochmals geimpft werden, wobei dieser Schutz dann 3 - 6 Jahre anhält. Genauso sollten immungeschwächte Erwachsene und alle Personen über 60 Jahre diesen Impfstoff erhalten, Schutzwirkung nach einmaliger Impfung 6 Jahre.
  • Die Rotavirusimpfung schützt vor allem Frühgeborene und junge Säuglinge vor einer bis zum Alter von 2 Jahren vorkommenden schweren Durchfallserkrankung. 2 Impfhersteller bieten diesen Impfstoff an ab dem Alter von 6 Wochen. Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Kassen ist noch nicht geregelt. Falls Ihr Baby zu einer gefährdeten Gruppe gehört (z. B. extreme Frühgeburtlichkeit, Gedeihstörung im Säuglingsalter) können wir gerne mit Ihnen über diesen Impfstoff und die damit verbundenen Kosten sprechen.
  • Weitere Impfungen bei Fernreisen nach Einzelfallerörterung des Reisenden und in Absprache mit dem Tropeninstitut Würzburg.
Erläuterungen zum Impfplan

FSMEZeckenviruserkrankung
Hepatitis Binfektiöse Gelbsucht
MeningokokkenErregergruppe, die schwere eitrige
Hirnhautentzündungen verursacht, hohe Todesrate
Hepatitis Binfektiöse Gelbsucht
HibHirnhautentzündung
HPVHumanes Papillomavirus (Gebärmutterhalskrebs)
PertussisKeuchhusten
Pneumokokkenbakterieller Erreger von Mittelohrerkrankungen, Lungenentzündungen und Hirnhautentzündungen
PolioKinderlähmung
TetanusWundstarrkrampf
VarizellenWindpocken

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