Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Kinderärzte Neuss - Dr. med. Jürgen Giesler und Dr. med. Ursula Lücke-Giesler

Eine bis heute gültige Definition davon, was Psychotherapie ist, hat der Wiener Psychotherapeut Hans Strotzka (Strotzka, 1978, S.4) gegeben. Psychotherapie bedeutet:

Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die in einem Konsensus (möglichst zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe, Erziehungsberechtigten) für behandlungsdürftig gehalten werden, mit psychologischen Mitteln meist verbal (Kommunikation, Spiel), aber auch averbal in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomminimierung) mittels lehrbarer Techniken auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens.

Die in unserer Praxis durchgeführte tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist aus der klassischen Psychoanalyse entstanden.
Sie ist ein effizientes wissenschaftlich begründetes Gesprächs- und spieltherapeutisches Verfahren, das aufbauend auf der Grundannahme Sigmund Freuds von der Wirksamkeit frühkindlicher Erfahrungen und unbewußter psychodynamicher Prozesse den aktualisierten unbewußten Konflikt und die therapeutische Beziehung unter Berücksichtigung der phasengerechten Entwicklungsstufen ins Zentrum der Behandlung stellt.

Ziel ist es belastende und beunruhigende Krisen zu bewältigen und nach Lösungen zu suchen, von denen alle Beteiligten profitieren sollen.
In der Diagnostik (so genannte „probatorische Sitzungen", meist erst Elterngespräch, bei Jugendlichen je nach Vorstellungsgrund zuerst alleine oder mit Eltern, drei Diagnostiktermine mit Kindern oder Jugendlichen alleine, lösungsorientiertes zusammenfassendes Gespräch) überprüfen wir die Tragfähigkeit der Beziehungen, sowie die vielfältigen Bedingungen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Störungen führten und suchen nach tragfähigen Wegen, die bei der Bewältigung der Schwierigkeiten helfen können, damit es zu einem guten Fortschritt der Gesamtentwicklung kommen kann.

Oft lösen schon die ersten Gespräche bei Kindern, Jugendlichen und Eltern andere Sichtweisen, positive Energien und Impulse aus, die bereits zur Bewältigung der Schwierigkeiten führen.

Grundsätzlich eignet sich die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für die Behandlung von

  • Psychosomatischen Erkrankungen:
    • Bauchschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Schlafstörungen
    • innere Unruhe
    • Erschöpfung
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen:
    • auf Umzug
    • Trennung
    • Schul- und Kindergartenwechsel
    • Verlust von Bezugspersonen, Misshandlung
  • Essstörungen:
    • Magersucht
    • Bulimie
    • Adipositas (Übergewicht)
  • Emotionalen Auffälligkeiten:
    • Depressionen
    • Ängste
    • Wutausbrüche
    • Stimmungsschwankungen
    • Geschwisterrivalitiät
    • unsichere Geschlechtsidentität
  • Lern- und Leistungsproblemen mit emotionalen und sozialen Problemen
  • Entwicklungsauffälligkeiten:
    • Bindungsstörungen
    • verzögerte und komplizierte Trotzphase
    • verzögerte emotionale, soziale, motorische oder Intelligenzentwicklung
    • Pubertätskrisen

Bei wöchentlichen Sitzungen, die nach erfolgter Diagnostik bei den meisten privaten Krankenkassen (bitte vereinbarten Versicherungstarif überprüfen) beantragt werden müssen, dauert eine Psychotherapie im Normalfall ein bis zwei Jahre.
Gesetzlich krankenversicherte Patienten können leider in unserer Praxis nicht psychotherapeutisch behandelt werden, da Frau Dr. Lücke-Giesler bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein als Kinder- und Jugendärztin zugelassen ist, was keine therapeutische Behandlung vorsieht. Gerne verweisen wir an KollegInnen mit entsprechender Zulassungsberechtigung.

Für Aufmerksamkeitsstörungen mit Hyperaktivität (ADHS) und ohne Hyperaktivität (ADS), Verhaltensauffälligkeiten wie Störungen des Sozialverhaltens und Zwangsstörungen bieten wir eine umfassende differentialdiagnostischen Abklärung (nicht jede Unruhe bedeutet ADHS!). Therapeutisch schneller zum Ziel führen meist verhaltenstherapeutische Interventionen oder soziales Kompetenztraining, wo wir die bewährte Zusammenarbeit mit KollegInnen schätzen.

Grundsätzlich greifen wir bei der Suche nach individuellen und praktikablen Lösungen auf die engagierte Zusammenarbeit von Fachleuten aus allen Berufsgruppen, wie Kinderneurologen, Kinder- und Jugendpsychiatern,Lehrern, Erziehern, Ergotherapeuten, Logopäden, Krankengymnasten, Heilpädagogen, Sozialarbeitern, Lerntherapeuten, Profis in Kliniken, Schulen, Kindergärten, heilpädagogischenTagesstätten, Jugendämtern und Beratungsstellen dankbar zurück.

Jedes Kind, jeder Jugendliche, jeder Erwachsene und jede Familie hat zwar unterschiedliche biologische, psychologische und soziale Voraussetzungen, aber- auch wenn es manchmal im Verborgenen bleibt- gesunde, starke und positive Entwicklungskräfte. Diese gilt es zu erwecken, zu bewahren und zu entwickeln.


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