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Herausgeber:

Kinder- und Jugendarztpraxis Ulm
Dr. Kupferschmid, Dr. Adis-Dutschmann, Dr. Gaissmaier & Dr. Voßbeck

Kinder-Rheumatologie

Gelenkbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen sind häufig und haben meistens harmlose oder gut behandelbare Ursachen. Bei ca. 10% der Kinder mit einer akuten Gelenkentzündung, also einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung oder Schwellung eines oder mehrerer Gelenke, wird diese chronisch und das ist gar nicht so selten: Im Jahr erkranken in Deutschland ca. 10 von 100 000 Kindern unter 16 Jahren neu an kindlichem Rheuma, insgesamt sind sogar 1 von 1000 Kindern, also ca. 15 000 Kinder und Jugendliche betroffen.

Rheumatische Erkrankungen bei Kindern unterscheiden sich grundlegend von denen Erwachsener. Die Diagnose ist schwierig, da es keine beweisenden Untersuchungen oder Blutwerte gibt. Meist müssen eine ganze Reihe anderer in Frage kommender Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu müssen die Kinder zunächst ausführlich von Kopf bis Fuß untersucht werden, meist ist auch eine Blutentnahme notwendig. Unentbehrlich ist dann die Ultraschalluntersuchung der Gelenke, die oft eine erste Einordnung erlaubt.

Diese Beurteilung "Ist es Rheuma oder nicht?" erfordert vom behandelnden Kinderarzt sehr viel Erfahrung. Gerade bei Kindern verändern sich Knochen, Gelenke und Muskulatur im Laufe der Entwicklung und des Wachstums ständig, zudem zeigen Kinder ihre Beschwerden völlig anders als Erwachsene. Ziel ist es jedoch, das kindliche Rheuma so früh wie möglich zu erkennen, denn die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert. Die meisten betroffenen Kinder können heute ein weitgehend unbeeinträchtigtes Leben führen und auch aktiv Sport treiben. Dabei hat sich gezeigt, daß die Betreuung durch spezialisierte Kinderärzte (Kinderrheumatologen) die beste Gewähr bietet, die Belastung für die Kinder und ihre Familien so gering wie möglich zu halten und Folgeschäden zu vermeiden.

In der Rheumasprechstunde werden Kinder mit chronischen Gelenkentzündungen regelmäßig untersucht und ihre Behandlung mit Medikamenten überwacht. Zusätzliche Untersuchungen, Krankengymnastik und die Versorgung mit notwendigen Hilfsmitteln werden veranlaßt und koordiniert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung und Beratung von Kindern mit akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, um deren (meist behandelbare) Ursache bzw. den Übergang in ein kindliches Rheuma rechtzeitig zu erkennen und eine wirkungsvolle Therapie ohne Zeitverzögerung beginnen zu können.

Unsere Rheumasprechstunde ist Teil des bundesweiten Kompetenznetz Rheuma. Frau Dr. Gaissmaier ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendrheumatologie und arbeitet seit Jahren eng mit der (bundesweit größten) Rheumakinderklinik in Garmisch-Partenkirchen und der Rheumastation im Olgahospital Stuttgart zusammen.

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