Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Dr. Jutta Abendroth - Fachärztin für Kinderheilkunde & Jugendmedizin, Psychotherapie - Bonn

Allergiebehandlung

Es ist allgemein bekannt, dass Allergien in der letzten Zeit immer mehr zunehmen.

Ursachen dafür sind wahrscheinlich schädliche Umweltfaktoren.

Auch unser Lebensstil fördert Allergien: Wohnungen sind heute stark wärmegedämmt. Das führt oft zu überheizten Räumen, verbunden mit überhöhter Luftfeuchtigkeit, das ideale Klima für Schimmelpilze und Haustaubmilben.

Unsere Kinder haben immer weniger Geschwister und weniger Kontakt zu anderen Kindern. So kommen sie als Kleinkind seltener in Kontakt mit Krankheitserregern, aber auch mit Parasiten, wie z.B. Würmern. Es scheint, dass dann das Immunsystem nicht genügend beschäftigt und ausgelastet ist, sich fehlorientiert und sonst harmlose Umweltstoffe attackiert.

Bei akuten schweren allergischen Symptomen wird man die Behandlung zunächst mit homöopathischen Mitteln beginnen. Wenn keine sofortige Besserung erfolgt auf schulmedizinischen Mittel zurückgreifen: Lokal spezielles Nasenspray und Augentropfen, Inhalationstherapie bei Asthma, usw.

Wenn die Beschwerden auf Dauer immer wieder kehren wird man dann zu dem Ergebnis kommen, dass es wohl besser wäre, eine homöopathische Anamnese zu erstellen, um über den ganzheitlichen Therapieaspekt die Ursachen für die Beschwerden zu ergründen und zu behandeln.

Hierzu ist eine genaue Befragung zu der Art der Beschwerden und deren Auslöser erforderlich. Daran wird sich eine körperliche Untersuchung, die Allergietestung, eine Bluttestung und eventuell auch eine Lungenfunktionstestung anschließen.

In schweren Fällen wird man versuchen, die schulmedizinische Behandlung durch begleitende ganzheitsmedizinische Maßnahmen schrittweise zu reduzieren.

Homöopathie

Dazu bietet sich z.B. die klassische Homöopathie an. Man wird dabei versuchen, aufgrund einer ausführlichen Anamnese ein sog. Konstitutionsmittel zu finden, das ganz individuell auf die Persönlichkeit des Patienten passt. Ein solches Mittel wirkt tiefgreifender nicht nur auf körperliche Ebene, sondern auch auf seelischer und geistiger Ebene.

Symbioselenkung

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, durch Aufbau einer möglichst optimalen Darmflora über die Einnahme von Bakterienpräparaten und eine geeignete Ernährung die durch Allergien gestörte immunologische Funktion im Darm zu verbessern. Haut, Schleimhaut der Luftwege und Darmschleimhaut sind nämlich in ihrer immunologischen Funktion verknüpft, wobei der Darm die weitaus größte Berührungsfläche zur Außenwelt darstellt.

Eigenblutbehandlung

Man kann auch über eine sog. „Eigenblutbehandlung“ das Immunsystem umstimmen. Dabei wird bei Kindern aus der Fingerkuppe ein Tropen Blut entnommen, in verschiedenen Potenzen (Verdünnungen) eine isopathische Eigenblutzubereitung hergestellt, die von Kindern oral in verschiedenen Abständen eingenommen wird.

Chinesische Medizin

Ergänzend können Akupunktur, Akupressur, Ernährung und Qi Gong für die Gesamtbehandlung von Körper und Psyche eingesetzt werden.

Mit Nadel-Akupunktur oder Softlaser kann währen der Pollenzeit eine Symptomlinderung erzielt werden. Es besteht aber auch die Chance, die Toleranz für bisher unverträgliche Stoffe wie z.B. Hundehaare, Lebensmittel usw. zu erhöhen.

Das Gleiche gilt auch für Akupressur, die nach Anleitung durch den Arzt von den Eltern bei den Kindern zu Hause selbst durchgeführt werden kann.

Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle . Es sollte allgemein darauf geachtet werden, dass keine Lebensmittel mit Farb-, Konservierungs- und anderen Zusatzstoffen gekauft werden und dass viel Obst- und Gemüse- möglichst 5 Hände voll Obst, und 5 Hände voll Gemüse- am Tag verzehrt werden.

 

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