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18.06.2008

Zu viel Wasser kann bei Säuglingen zu Krampfanfällen führen

Babys sollten einen zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf über die Muttermilch oder über die Fläschchennahrung stillen. Denn eine extra Zugabe von Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu einer so genannten Wasservergiftung bzw. Wasserintoxikation mit Krampfanfällen führen...

Auch bei Hitze sollten Babys, die noch keine feste Nahrung bekommen, nicht nur Wasser als extra Flüssigkeit bekommen. „Eine extra Zugabe von Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu einer so genannten Wasservergiftung bzw. Wasserintoxikation führen und dadurch sogar zu Krampfanfällen. Babys können ihren zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf über die Muttermilch oder über die Fläschchennahrung stillen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Zu viel Wasser kann Natrium aus dem Blut spülen und so die Gehirnzellen schädigen. Bei Natriummangel im Blut tritt Wasser ins Gewebe über. „Wenn ein Baby benommen wirkt, eine geringe Körpertemperatur um 36,1 °C oder weniger hat und das Gesicht geschwollen oder ‚aufgedunsen’ wirkt, können dies Anzeichen für eine Wasserintoxikation sein“, warnt Dr. Fegeler. Insbesondere Babys, die noch kaum Natrium über die Nahrung erhalten und deren Nieren noch nicht so schnell Wasser ausscheiden können, leiden besonders unter einer Wasseransammlung im Körper.

Autor: äin-red