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07.11.2003

Wie ernähre ich mein Kleinkind richtig?

Etwa ab dem sechsten Lebensmonat werden die Milchmahlzeiten immer mehr von Beikost ersetzt. Sowohl industriell hergestellte Babykost als auch selbst hergestellte Breie haben Vor- und Nachteile...

Nach neuesten Erkenntnissen besteht die beste Ernährung in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten aus Muttermilch. Sie liefert wichtige Vitamine und Spurenelemente und stärkt die Abwehrkraft des Säuglings.

Beikost - kaufen oder selbst zubereiten?
Die Einführung von zusätzlicher Beikost ist frühestens ab dem fünften Monat möglich (Ernährung-Fahrplan). Das Kind kann nun neben saugen und schlucken auch lernen, vom Löffel Brei zu essen. Die Milchmahlzeiten werden mit der Zeit immer mehr von der Beikost ersetzt. Industriell gefertigte Babykost bietet heute neben einem geringen Arbeitsaufwand auch einen geringen Schadstoffgehalt sowie schonend zubereitetes Obst und Gemüse. Viele dieser Fertigprodukte enthalten allerdings unnötige Würzmittel oder Süßungsmittel, die Karies verursachen können. Bereiten Eltern das Essen selbst, so kennen sie die Zutaten genau. Den Schadstoffgehalt der verwendeten Lebensmittel können sie jedoch nicht überprüfen. Ab dem zehnten Monat kann das Kind dann langsam auch die so genannte "Familienkost" erhalten. Stark blähende, schwer verdauliche und stark gewürzte oder gesalzene Lebensmittel sollten noch nicht in den Speiseplan aufgenommen werden.

TV-Tipp: In der Sendung "Wir in Bayern - Abenteuer Familie" (Bayerisches Fernsehen) haben Eltern am 7.11. ab 16:05 die Möglichkeit, sich zu diesem Thema zu informieren. Als Experte ist Prof. Dr. Berthold Koletzko (Haunersches Kinderspital, LMU München, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, DGEM) im Studio. Sie können auch Fragen zum Thema unter der Telefonnummer 0137/44 45 41 stellen.

Autor: äin-red