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15.04.2009

Wann ist Blut im Stuhl bei Kindern gefährlich?

Haben Kinder Blut im Stuhl, so ist daran häufig ein Einriss am Darmausgang schuld, der beim Toilettengang zu bluten beginnt. Doch können auch gefährliche Krankheiten dahinter stecken. Warnzeichen sind, wenn die Menge Blut im Stuhl sehr groß ist oder alleine ohne Stuhl ausgeschieden wird, wenn das großen Geschäft teerfarben oder schwarz ist. Dann sollten Eltern sofort einen Arzt aufsuchen bzw. rufen ... 

Blut im Stuhl kann bei Kindern ein weites Spektrum von Gründen haben, die von Einrissen am After (Analfissur) über Darmpolypen und Hämorriden bis hin zu schweren Infektionskrankheiten reichen. Deshalb sollte Blut im Stuhl auch bei Kindern in jedem Fall abgeklärt werden. „Sofort zum Kinder- und Jugendarzt sollten Eltern, wenn ihr Kind jünger als 12 Wochen ist oder sehr krank wirkt. Auch wenn die Menge Blut im Stuhl sehr groß ist oder alleine ohne Stuhl ausgeschieden wird, weist das auf ein ernstes Problem hin. Bei teerfarbenem oder schwarzem großen Geschäft oder rötlichem bzw. braunem Urin sollten Eltern ebenso mit ihrem Kind sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Weitere Alarmzeichen sind erbrochenes Blut und Hautflecken ohne bekannte Verletzung“, warnt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.

In den meisten Fällen leiden Kinder unter einer Analfissur, die beim Toilettengang zu bluten beginnt. Verstopfung und harter Stuhl sind u.a. Auslöser dafür. Mit weichem Kot löst sich das Problem dann von alleine. Dies können Eltern erreichen, indem sie darauf achten, dass ihr Kind faserreiche Kost zu sich nimmt, viel trinkt und sich ausreichend bewegt. „Im Durchfall haben Kinder auch oft Blut. Dann ist es wichtig, zu klären, ob es sich um eine gefährliche Infektion mit E.-coli-Bakterien oder Salmonellen oder um eine Lebensmittelvergiftung handelt. Für Babys sind Durchfälle immer kritisch, da sie schneller ‚austrocknen’. In seltenen Fällen kann Blut im Stuhl auf eine entzündliche Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa hinweisen“, erklärt Dr. Niehaus.

Autor: äin-red