Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

27.03.2012

Tag-Nacht-Schlaf-Rhythmus beginnt sich erst im Alter von etwa vier Monaten abzuzeichnen

In den ersten beiden Monaten nach der Geburt hat ein Kind keinen bestimmten Schlafrhythmus. Denn es kann in diesem Alter nicht mehr als zwei Stunden durchgehend wach bleiben. Eltern können den Schlafrhythmus des Babys deshalb auch kaum beeinflussen. Erst im Alter von vier bis sechs Monaten beginnt sich langsam der Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln. Bei den meisten Kindern ist dieser dann im Alter von einem Jahr richtig ausgeprägt...

In den ersten beiden Monaten nach der Geburt kann ein Kind i.d.R. nicht mehr als zwei Stunden durchgehend wach bleiben. „Ein Baby länger wach zu halten, lässt es deshalb auch nicht länger durchschlafen. Im Gegenteil: Der Säugling ist dann übermüdet und schläft schwerer ein. Der Tag-Nacht-Rhythmus beginnt sich erst im Alter von vier bis sechs Monaten langsam zu entwickeln und ist bei den meisten Kindern dann im Alter von einem Jahr ausgeprägt“, weiß Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Säuglinge können in den ersten drei Lebensmonaten lange Wachzeiten auch noch nicht durch einen besonders tiefen Schlaf ausgleichen.

In den ersten vier Wochen schläft das Baby etwa 15 bis 16 Stunden pro Tag. Die Phasen dauern jeweils zwischen zwei und vier Stunden. Die Kinder haben in diesem Alter eigentlich noch keinen Schlafrhythmus. „Eltern sollten frühzeitig mit ihrem Kinder- und Jugendarzt darüber sprechen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Kind unter einem gestörten Schlaf leidet. Denn diese Probleme können bis zu drei Jahren anhalten. Sie sollten auch über das Schlafverhalten beim ‚Nickerchen’ berichten und beobachten, ob ihr Kind evtl. ‚schnarcht’“, rät Dr. Niehaus. Bei einem von 10 Kindern treten statistisch gesehen Schlafprobleme auf, wie Schwierigkeiten beim Einschlafen, schlechtes Durchschlafen, unruhiger Schlaf.

Quelle: Pediatrics

Autor: äin-red