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18.01.2011

Studie: Koffein ist ungeeignet für Kinder

Erstmals konnten Forscher wissenschaftlich nachweisen, dass Koffein Kindern schadet. Entgegen allgemeiner Meinung gibt es demnach keinen Zusammenhang zwischen Koffein-Konsum und Bettnässen. Doch der Verdacht, dass Koffein Kindern den Schlaf raubt, hat sich bestätigt ... 

Eine amerikanische Studie, die im Journal of Pediatrics veröffentlicht wurde, stellte fest, dass 75% der untersuchten Kinder täglich Koffein zu sich nehmen. Je mehr Koffein die Kinder konsumierten, desto weniger schliefen sie demnach.

Dr. William Warzak und dessen Kollegen vom medizinischen Zentrum der Universität von Nebraska befragten Eltern von über 200 Kindern im Alter zwischen 5 und 12 Jahren während routinemäßiger klinischer Besuche bei einer städtischen Kinderklinik über die Ess- und Trinkgewohnheiten ihrer Kinder. Dabei zeigte sich, dass insbesondere ältere Kinder häufig Getränke mit Koffein wählten.

Dr. Warzak zufolge konsumierten aber auch einige Kinder mit etwa 5 Jahre etwa eine Dose Cola pro Tag. Kinder zwischen 8 und 12 Jahren verzehrten täglich den Koffeingehalt von fast drei Cola-Dosen. Die Autoren ermittelten, dass Koffein in keinem Zusammenhang zum Bettnässen stand, obwohl es harntreibend wirkt. Doch den Schlaf der Kinder beeinflusste die Substanz negativ. Die Wissenschaftler ermahnen Eltern deshalb, darauf zu achten, wie viel Koffein ein Kind zu sich nimmt.

Versteckte Koffein-QuellenIn Deutschland gibt es keine Richtlinie für die Grenzwerte von Koffein, die ein Kind aufnehmen sollte, nur die Empfehlung, Koffein ganz zu meiden. In Kanada gilt, dass Vorschulkinder bis sechs Jahre nicht mehr als 45 Milligramm pro Tag zu sich nehmen sollten. Eine Tasse grüner oder schwarzer Tee (125 ml) kann je nach Zubereitung beispielsweise 20 bis 50 Milligramm Koffein enthalten, eine 0,33-l-Dose Cola etwa 40 Milligramm. Industriell hergestellter Eistee basiert meist auf Schwarzteeextrakt. Auch Kakao weist Spuren von Koffein auf, eine Tasse Kakao in kalten Tagen ist jedoch unbedenklich. Auch in rezeptfreien Erkältungsmitteln kann sich Koffein verbergen. Zur Sicherheit sollten Eltern sich Medikamente von ihrem Kinder- und Jugendarzt verschreiben lassen.

Quelle: The Journal of Pediatrics

Autor: äin-red