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23.06.2014

Studie: Das Immunsystem von Säuglingen besitzt anscheinend kein „Langzeitgedächtnis“

Laut amerikanischen Forschern um Prof. Brian Rudd ist das Immunsystem von Säuglingen sehr vergesslich, da ihm anscheinend das „Langzeitgedächtnis“ fehlt, das ein Immunsystem bei Erwachsenen besitzt. Entgegen der bisherigen Meinung ist das Immunsystem von kleinen Kindern nicht besonders schwach, denn es reagiert schnell und heftig auf Infektionen. Doch die Abwehr gegen bestimmte Erreger ist kurzlebig.

Laut amerikanischen Forschern um Prof. Brian Rudd ist das Immunsystem von Säuglingen sehr vergesslich, da ihm anscheinend das „Langzeitgedächtnis“ fehlt, das ein Immunsystem bei Erwachsenen besitzt. Entgegen der bisherigen Meinung ist das Immunsystem von kleinen Kindern nicht besonders schwach, denn es reagiert schnell und heftig auf Infektionen. Doch die Abwehr gegen bestimmte Erreger ist kurzlebig. Deshalb macht es auch wenig Sinn, ein Kind gleich nach der Geburt zu impfen.

Die Immunität gegen die meisten Krankheitserreger hängt von den T-Zellen ab, die sich an eine Erstinfektion erinnern und bei erneutem Kontakt rasch und effektiv gegen genaue diese Keime vorgehen können. Bei Erwachsenen wandert nach jeder Infektion ein Teil dieser T-Zellen in einen „Erinnerungs-Pool“, der bei einer wiederholten Ansteckung aktiviert wird. Bei Babys schaffen es die T-Zellen nicht in diese „Reserve-Einheit“, so dass das Immunsystem auch bei „bekannten“ Keimen immer wieder aufs Neue lernen muss, sie abzuwehren.

Quelle: Press Release Cornell University via newswise, Journal of Immunology


Autor: äin-red