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17.10.2008

Stillen: Gut für Mutter und Kind

Stillen schützt nicht nur das Baby vor Infektionen und beugt gegen Allergien, Neurodermitis und Asthma bronchiale vor, sondern bringt auch Vorteile für die Gesundheit der Mütter. So wirkt Stillen bei Mutter und Kind als ein präventiver Faktor für die Entwicklung von Übergewicht

Die Muttermilch liefert dem Kind wichtige Abwehrstoffe, die es vor Infektionskrankheiten schützt. Zusätzlich leiden gestillte Kinder seltener unter Allergien, Neurodermitis und Asthma bronchiale. In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten gilt Muttermilch als optimale Ernährung für den Säugling und ist gut auf seine Bedürfnisse abgestimmt: In ihr sind alle lebenswichtigen Nährstoffe enthalten, und zwar genau in der Menge und Zusammensetzung, die ein Baby braucht - je nach Entwicklungsstand. Aber auch für die Mutter bietet das Stillen einige Vorteile.

Stillen beugt bei Mutter und Kind gegen Übergewicht vor
Das Stillen über mindestens sechs Monate fördert maßgeblich auch die Gesundheit der Mütter und deren Erholung nach der Geburt. Stillende Mütter verlieren nach der Geburt z.B. schneller Gewicht. In den Wochen nach der Geburt treten zudem weniger Infektionen auf als bei Frauen, die ihre Kinder nicht stillten. Das Saugen des Babys an der Brust führt zu einer verstärkten Ausschüttung von Glückshormonen.

Muttermilch reicht als einzige Nahrungs- und Flüssigkeitsquelle die ersten vier bis sechs Monate aus. Stillen soll auch der Entwicklung von Übergewicht des Kindes im späteren Leben vorbeugen. Es ist der beste Start für ein Kind und bedeutet Prävention von Anfang an.

Anlässlich der Weltstillwoche 2008 organisiert das Referat für Gesundheit und Umwelt in München am 17. Oktober (11 bis 18 Uhr) auf dem Marienplatz eine große Informationsveranstaltung zum Thema "Stillen" mit Aktionszelten für die Bürger. Das diesjährige Motto lautet: "Mütter stärken: Wer-Wie-Was?". Mütter erfahren beispielsweise, wo sie Unterstützung erhalten können (u.a. Infos über Still– und Elterntreffs) und wie sie Stillen mit ihrer Berufstätigkeit vereinbaren können.

Autor: äin-red