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24.02.2004

Stillen beschleunigt Wundheilung

Es ist bekannt, dass Muttermilch für Säuglinge ideal ist. Aber Mütter profitieren ebenfalls vom Stillen. Es bildet sich nicht nur die Gebärmutter schneller zurück, sondern vermutlich wird auch die Wundheilung gefördert...

Eine Studie der Ohio State University in Columbus zeigte im Tierversuch, dass Stillen die Wundheilung nach der Geburt beschleunigt und auch die Stresshormone reduziert.

Bisherige Untersuchungen wiesen eine geringere Allergierate, weniger Infektionen und Magenverstimmungen bei Säuglingen nach, die mit Muttermilch ernährt wurden. Der Nutzen für die Mutter wurden dabei nicht näher beachtet. Da sowohl eine natürliche Geburt als auch ein Kaiserschnitt beachtliche Wunden hinterlässt, ist dieser neu entdeckte Nebeneffekt beim Stillen ein großer Vorteil für die Mutter. Bei den Tierversuchen bewirkte das Stillen innerhalb von fünf Tagen im Vergleich zu den Tieren, die am Stillen gehindert wurden, eine Verkleinerung der Wunden um 30%. Nun soll die Wundheilung bei Menschen beobachtet werden.

Die Wissenschaftler vermuten, dass Hormone an diesem positiven Effekt beteiligt sind. Durch die Geburt nehmen die Hormone Prolactin und Oxytocin zu. Prolactin lässt die Anzahl der zirkulierenden Immunzellen steigen, was auch die Wundheilung beschleunigen könnte. Oxytocin, das die Milchabsonderung unterstützt, verringert die Stresshormone.

Quelle: nature science news

Autor: äin-red