Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

18.03.2009

Sonnenschutz auch im Frühling nicht vergessen

Viele Eltern unterschätzen die Intensität der Frühlingssonne. Doch Kinderhaut ist dünner und empfindlicher als Erwachsenenhaut, und die Pigmentierung ist noch unzureichend. Nach dem Winter besitzt die Haut nur geringen Eigenschutz und muss deshalb im Frühling unbedingt vor der Sonne geschützt sein...

Auch schon Frühlingssonne kann die ersten Sonnenbrände verursachen. „Insbesondere die so genannten Sonnenterrassen, wie Ohrmuscheln, Nasenrücken, Wangen und Unterarme erhalten im Frühling häufig zu viel Sonne. Kinder sollten deshalb eine Kopfbedeckung mit Krempe tragen und mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt sein, wenn sie im Freien unterwegs sind“, empfiehlt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Ein effektiver Sonnenschutz kann das Risiko für Hautkrebs im Erwachsenenalter schätzungsweise um mehr als 75% reduzieren.

Als Risikofaktoren für die Bildung von Hautkrebs gelten neben der Anzahl der Sonnenbrände auch die sich wiederholende kurzzeitige starke Sonnenbestrahlung, wie sie z.B. bei Strandurlauben vorkommt. Besonders gefährdet sind Kinder mit heller Haut, mit Sommersprossen, mit roten Haaren und vielen Muttermalen. „Eltern wie Kinder sollten sich dabei durch Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor nicht in Sicherheit wiegen, denn diese können nicht alle UV-Strahlen abhalten, wie sehr langwelliges Licht im UV-A-Bereich von 380 bis 400 nm“, warnt Dr. Niehaus. „In der Mittagssonne ist deshalb ein textiler Sonnenschutz zusätzlich zur Sonnencreme unentbehrlich.“ Sind Kinder immer wieder starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt, steigt die lebenslange Produktion von Pigmentmalen. Nach jedem Sonnenbrand entwickeln sich ca. 40 Pigmentmale. Mehr als 50 Muttermale gelten bereits als Risikofaktor, der das lebenslange Erkrankungsrisiko für schwarzen Hautkrebs (malignem Melanom) um den Faktor 15 erhöht. Die Haut "vergisst nichts", es summieren sich die Lichtschäden im Laufe des Lebens.

Weitere Informationen zum Thema "Hautkrebs" finden Sie unter:

Autor: äin-red