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12.03.2008

Schwallartiges Erbrechen: Magenpförtnerenge kann Ursache sein

Wenn sich ein drei bis zwölf Wochen altes Baby immer etwa eine halbe Studne nach dem Essen schwallartig erbrechen muss, kann eine verdickte Muskulatur des Magenausgangs den Durchtritt des Essens vom Magen in den Darm möglicherweise verhindern. Experten sprechen dann von einer Magenpförtnerenge...

Erbricht sich ein drei bis zwölf Wochen altes Baby immer nach dem Essen, könnte sich dahinter eine Magenpförtnerenge verbergen. „Eine verdickte Muskulatur des Magenausganges verhindert den Durchtritt des Essens in den Darm. Anzeichen ist ein typischerweise schwallartiges Erbrechen etwa 30 Minuten nach dem Füttern. Bevor das Baby sich übergibt, können Eltern evtl. Bewegungen in der Magengegend erkennen, wenn der Magen das Essen durch die Engstelle weiterbefördern will. Da diese so genannte Pylorusstenose den Nahrungsübertritt in den Darm verhindert, haben Babys häufig nach dem Übergeben wieder Hunger. Längerfristig nehmen sie nicht an Gewicht zu. Muss sich ein Säugling also mehrmals nach dem Essen schwallartig übergeben, sollten Eltern mit ihm zum Kinder- und Jugendarzt. Insbesondere kleine Kinder können durch den Flüssigkeitsverlust schnell austrocknen“, empfiehlt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Wenn Babys sich erbrechen, sollten Eltern es aufrecht hinsetzen, um ein Verschlucken von Erbrochenen zu vermeiden. Übergibt ein Kind sich im Liegen, sollte man es sofort mit dem Gesicht nach unten hochnehmen. „Ist eine verdickte Magenringmuskulatur die Ursache dafür, dass das Baby die Nahrung nicht bei sich behalten kann, so muss eine kleine Operation vorgenommen werden, bei der der zu stark ausgebildete Ringmuskel gespalten wird. Häufig kann das Baby bereits 24 Stunden nach dem Eingriff wieder ‚normal’ Nahrung aufnehmen und nach zwei Tagen nach Hause“, erklärt Dr. Fegeler.

Autor: äin-red