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17.02.2010

Schuppenflechte macht sich häufig in der Pubertät bemerkbar

Schuppenflechte (Psoriasis) gehört zu den häufigsten chronischen Hautkrankheiten. Etwa 2 bis 3% der hellhäutigen Bevölkerung sind davon betroffen. Häufig zeigt sich die Erkrankung erstmals während der Pubertät, bei Säuglingen und Kleinkindern tritt die Schuppenflechte dagegen sehr selten auf ...

Schuppenflechte beginnt häufig in der Pubertät. Hormonelle Veränderungen spielen dabei eine Rolle. „Bemerken Jugendliche oder Eltern eine vermehrte Schuppung der Haut bzw. schuppige silbrig-weiße Hautstellen insbesondere auf der Kopfhaut, an den Ellbogen und den Knien, kann dies ein Hinweis auf Schuppenflechte sein. Manchmal können auch der ganze Körper und/oder die Finger- und Zehennägel betroffen sein. Bei solchen Hautveränderungen sollten Jugendliche in jedem Fall zu ihrem Kinder- und Jugendarzt“, rät Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Thüringen (BVKJ). Bestätigt sich der Verdacht, erstellt der Kinder- und Jugendarzt evtl. in Absprache mit dem Hautarzt einen Behandlungsplan. Denn neben gesundheitlichen Problemen spielt gerade in diesem Alter das Aussehen eine große Rolle für das Selbstbewusstsein.

Die Hautkrankheit ist chronisch, nicht heilbar und verläuft oft in Schüben. Doch können Jugendliche lernen, mit ihr zu leben und sie durch sorgfältige Hautpflege eindämmen. „Salben und Gele fördern die Abschuppung der überschüssigen Haut. Ist eine Phase besonders stark, helfen - über einen begrenzten Zeitraum - kortikoidhaltige Salben. Unterstützend wirken Wasseranwendungen nach Kneipp, da sie die Durchblutung fördern und das Immunsystem stärken. Einreibungen mit Leinöl lindern die Symptome der Schuppenflechte: Das Öl löst die Schuppen und macht die trockene Haut wieder geschmeidiger“, weiß Dr. Niehaus. Infektionskrankheiten, Stress, Sonnenbrand oder Klimaveränderungen können als Auslöser für Krankheitsschübe wirken. Die genauen Ursachen von Psoriasis sind noch nicht erforscht, aber genetische Faktoren scheinen beteiligt zu sein.

Autor: äin-red