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26.09.2007

Schnupfen: Auf richtiges Naseputzen achten

Bei kleinen Kindern sind die Nasennebenhöhlen noch sehr eng, deshalb verstopfen sie sehr leicht. Um dies zu verhindern, ist es besser, bei geschlossenem Mund ein Nasenloch nach dem anderen zu entleeren. So entsteht kein zu starker Druck, der den infizierten Nasenschleim in die Nebenhöhlen pressen würde...

Werden die Tage wieder kürzer und kälter, beginnt die Schnupfenzeit. Da bei kleinen Kindern die Nasennebenhöhlen noch sehr eng sind, verstopfen diese sehr leicht. Um dies zu verhindern, ist es besser, bei geschlossenem Mund ein Nasenloch nach dem anderen zu entleeren. Denn durch kräftiges Ausschnauben entsteht sonst ein zu starker Druck, der den infizierten Nasenschleim in die Nebenhöhlen presst. „Vor allem für Babys ist ein Schnupfen problematisch, da sie fast ausschließlich durch die Nase atmen. Sie wollen dann nicht mehr trinken und können auch schlecht schlafen. Um die Atmung zu erleichtern, können Eltern ihrem Kind tagsüber medizinische Kochsalzlösung zum Anfeuchten in die Nase träufeln und abends schleimhautabschwellende Nasentropfen verabreichen – diese aber nur in Absprache mit ihrem Kinder- und Jugendarzt und nur für kurze Zeit, denn manche Mittel können das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen oder bei zu langer Anwendung die Nasenschleimhaut schädigen“, empfiehlt Dr. Gunhild Kilian-Kornell, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Kleine Kinder erkranken besonders häufig an Schnupfen, da sie erst nach und nach gegen die etwa 200 Viren Abwehrkräfte aufbauen müssen. Bei Kleinkindern im Alter bis zu zwei Jahren sind deshalb sechs bis acht Infektionen der oberen Atemwege pro Jahr normal. Bis zum Alter von zehn Jahren sollte die Infektionshäufigkeit abnehmen.

Sobald ein Kind sich selbst die Nase putzt, sollte es lernen, sich richtig zu schnäuzen, um eine Ausbreitung der Infektion z.B. auf die Ohren oder Nebenhöhlen, zu vermeiden. Selbst das Hochziehen des Nasensekrets ist noch „gesünder“ als das „Raustrompeten“. „Leiden Kinder unter einer ständig laufenden Nase, so können Allergien oder Nasenpolypen, die die Atemwege verengen, die Ursache sein. Auch eine zu enge Nasenscheidewand kann häufige Infektionen begünstigen. Dann überweist der Kinder- und Jugendarzt Ihr Kind gegebenenfalls an einen auf Kinder spezialisierten Allergologen oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt“, erklärt Dr. Kilian-Kornell.

Autor: äin-red