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24.12.2018

Schlechte Frühstücksqualität: Möglicherweise negative Auswirkungen auf die Gesundheit

Spanische Wissenschaftler kommen in einem Artikel in der Zeitschrift „Nutrients“ zu dem Ergebnis, dass die Kinder, die ein Frühstück mit niedrigerer Nährstoffqualität und höherer Energiedichte (verstanden als mehr Kalorien pro Gramm Lebensmittel) zu sich nahmen, höhere Cholesterin- und Harnsäurewerte und eine höhere Insulinresistenz entwickeln.

"Das Frühstück ist nicht nur die erste Mahlzeit des Tages, sondern auch diejenige, die als die wichtigste angesehen werden kann", verdeutlichte Idoia Labayen, Dozentin am Department of Health Sciences von der Universität in Navarra. "Trotzdem gehen viele Kinder ohne Frühstück in die Schule, was bedeutet, dass sie zur Mittagszeit hungriger sind und möglicherweise mehr essen, als sie sollten. Der Verzicht auf das Frühstück kann vergangenen Untersuchungen zufolge zu Übergewicht und anderen Problemen beitragen. Deshalb gilt es, ein gesundes Frühstück zu fördern und mit zu berücksichtigen, wenn es um Strategien zur Prävention von Fettleibigkeit sowie zur Verbesserung der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit von Kindern geht, so die Autoren. Sie empfehlen deshalb u.a., den Verbrauch von Nahrungsmitteln mit einer hohen Energiedichte - wie "ultra verarbeitete Produkte" - während der ersten Mahlzeit des Tages zu reduzieren.

Was ist ein gutes Frühstück?

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund empfiehlt als Frühstück beispielsweise eine Portion Müsli (möglichst ohne Zuckerzusatz) mit Milch und Obst, das später durch ein Pausenfrühstück in Kindergarten oder Schule ergänzt wird, z.B. mit einem kleinen belegten Brot mit Rohkost.

Abgesehen von der Frage, ob Heranwachsende frühstücken oder nicht, ist auch die Qualität der ersten Mahlzeit des Tages wichtig. "Wir haben die Essgewohnheiten beim Frühstück von insgesamt 203 übergewichtigen Schulkindern zwischen 8 und 12 Jahren bewertet", berichtete Idoia Labayen. "Anahnd dieser Daten konnten wir feststellen, dass 13% der Kinder, die nicht jeden Tag frühstückten und die ein Frühstück mit niedrigerer Nährstoffqualität und höherer Energiedichte konsumierten, einen höheren Cholesterin- und Harnsäuregehalt im Blut und eine stärkere Insulinresistenz aufwiesen. Die höhere Energiedichte des Frühstücks hat negative Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel, selbst bei Kindern, die die täglichen Empfehlungen zur körperlichen Aktivität erfüllen und sich 60 Minuten mäßig bis stark bewegen."

Quelle: EurekAlert!, nutrients, FKE

Autor: äin-red