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12.02.2005

RS-Viren: Besonders gefährlich für Säuglinge

Fast die Hälfte aller Kinder infiziert sich jeden Winter mit dem Respiratory Syncytial Virus (RSV). Es wird durch Tröpfcheninfektion, Hautkontakt oder Berührung von mit dem Erreger verunreinigten Flächen übertragen. Insbesondere in den ersten Lebensjahren sind schwere Erkrankungen möglich. Die Symptome gleichen zunächst einer Erkältung, aber nach wenigen Tagen kann es zu starken Atembeschwerden kommen...

Das Respiratory Syncitial Virus (RS) ist vor allem in den Wintermonaten bei Kleinkindern für die meisten Fälle von Bronchitis verantwortlich. Insbesondere für Frühgeborene, Babys mit einer Herz- oder Lungenkrankheit oder einem schwachen Immunsystem kann das Virus gefährlich werden. Die Ansteckung erfolgt über Kontakt mit ansteckendem Sekret, z.B. wenn eine kranke Person hustet, oder durch infizierte Flächen (z.B. Haut). Kinder können schon ein bis drei Wochen, bevor die ersten Krankheitszeichen auftreten, das Virus übertragen. Die beste Vorsorge gegen eine Infektion ist deshalb eine sorgfältige Hygiene. Eltern sollten ihre Kinder, wenn diese unter sechs Monaten alt sind, am besten von erkälteten Personen fern halten. Denn Babys können durch die Krankheit starke Atembeschwerden bekommen.

Zunächst kündigt sich eine Infektion durch Schnupfen an, dann folgt Fieber bis zu 39,5° C, das Kind beginnt zu husten und das Atmen kann schmerzen. Innerhalb weniger Stunden können sich die Beschwerden verschlimmern und nach etwa drei Tagen hat die Krankheit ihren Höhepunkt erreicht. Bei zunehmender Atemnot ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich. Babys unter sechs Monaten müssen meist in ein Krankenhaus. Ältere Kinder sollten reichlich trinken. Beim Schlafen kann ein erhöhtes Kissen die Atmung erleichtern. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, helfen keine Antibiotika. Für schwer erkrankte Kinder stehen aber mittlerweile antivirale Wirkstoffe zur Verfügung.

Autor: äin-red