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27.05.2019

Pingeligen kleinen Essern schrittweise Geschmack an gesunden Lebensmitteln beibringen

Kinder dazu zu bringen, neue Lebensmittel auszuprobieren, kann zu einer täglichen Herausforderung werden. Australische Experten raten Eltern dazu, ihrem Baby frühzeitig unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Texturen anzubieten.

Forscher im australischen Brisbane fanden heraus, dass Ernährungserfahrungen im Alter von nur 14 Monaten die Essgewohnheiten beeinflussen können, die ein Kind im Alter von 3 Jahren an den Tag legt. Die frühzeitige Einführung einer Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten und anderen Arten von Lebensmitteln ebnet demnach den Weg für eine gute Ernährung im späteren Leben. Das bedeutet: Ein Kind, das nicht nur Pommes oder/und Nudeln liebt.

Für die Studie wurden Kindern 55 verschiedene Nahrungsmittel vorgesetzt. Die Wissenschaftler konnten Folgendes beobachten: Erhielten Kindern im Alter von 14 Monaten ein großes Angebot von Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln, so aßen sie im Alter von 3,7 Jahren abwechslungsreicher, besser und „machten weniger Theater beim Essen“.

Babys können ab etwa 6 Monaten feste Nahrung zu sich nehmen. Wenn sie diesen Meilenstein erreicht haben, sollten Eltern eine große Auswahl an gesunden Lebensmitteln mit verschiedener Beschaffenheit anbieten. Väter und Mütter können ihren Kinder- und Jugendarzt um Empfehlungen bitten, wenn sie sich nicht sicher sind, welche Lebensmittel am besten geeignet sind oder/und wie sie diese am besten zubereiten.

Auch wenn ein Baby bereits ein oder zwei Nahrungsmittel bevorzugt, sollten Eltern sich nicht von ablehnenden Reaktionen abhalten lassen – und neue und andere Nahrungsmittel anbieten. Laut der American Academy of Pediatrics (AAP) können bis zu 15 Versuche erforderlich sein, bis ein Kind tatsächlich ein neues Essen akzeptiert.

Eltern sollten auch verschiedene Koch- bzw. Zubereitungsmethoden ausprobieren. Zum Beispiel können sie an einem Tag Karotten aus dem Dampfgarer auf den Tisch bringen und an einem anderen Tag Karottenmus, und wieder an einem anderen Tag fein geraspelte Karotten. Auch ein gesunder Dip dazu kann Gemüse schmackhaft machen.

Eltern sollten auch daran denken, dass kleine Kinder das Verhalten von Vater und Mutter nachahmen, so dass Eltern die gleiche Vielfalt an Speisen konsumieren sollten, wie ihr kleines Kind.

Quelle: medicaXpress, HealthDay, Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics


Autor: äin-red