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03.07.2007

Nur sicher schwimmende Kinder mit Luftmatratze ins Wasser lassen

Luftmatratzen können leicht abdriften, so dass das Kind in Wasserbereiche gelangt, wo es nicht mehr stehen kann. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass das Kind auf einem See oder sogar im Meer nicht zu weit hinaustreibt und keinesfalls Kinder, die noch unsicher im Schwimmen sind, alleine auf eine Luftmatratze lassen…

Mit aufblasbaren Plastiktieren oder Luftmatratzen sollten Kinder erst ins Wasser dürfen, wenn sie sicher schwimmen können. Denn im Gegensatz zu Schwimmflügeln rutschen die Wasserspielzeuge leicht weg. Ist das Kind dann kein guter Schwimmer, gerät es leicht in Lebensgefahr. Darauf machen die Aktion Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin aufmerksam.

Auch wenn das eigene Kind bereits das Abzeichen „Seepferdchen“ absolviert hat, bewegt es sich den Angaben zufolge oft noch nicht sicher genug im Wasser. Das gilt vor allem beim Baden im Meer. GDV und DSH raten daher, auf Nummer sicher zu gehen und den Nachwuchs erst dann mit Spielzeugen zum Aufblasen plantschen zu lassen, wenn er das Jugendschwimmabzeichen in Bronze in der Tasche hat.

Dagegen empfiehlt es sich in vielen Fällen, Kindern, denen beim Schwimmen noch die Routine fehlt, Schwimmflügel anzuziehen. Das gilt den Angaben zufolge ebenfalls vor allem beim Baden im Meer, insbesondere bei hohem Wellengang. Dabei sollte das Kind nicht den Strandbereich verlassen, wo es noch stehen kann. Wassertiere und Reifen sind keine sicheren Hilfsmittel zum Schwimmen.

Wichtig ist, nicht die erstbeste Matratze und kein x-beliebiges Aufblase-Tier zu kaufen. Denn die Qualitätsunterschiede sind groß, und gerade die billigsten Ausführungen gehen laut GDV und DSH leicht kaputt. Deshalb sollte zum Beispiel die Oberfläche eine Luftmatratze beschichtet sein, und es sollte versenkbare Sicherheitsventile geben. Werden sie in Deutschland angeboten, tragen solche Matratzen meist das „GS“-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“.

Weitere Informationen zum Thema "Gefahren im Wasser" und "Ertrinken" erhalten Sie unter www.aerzte-im-netz.eu

Autor: äin-red