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03.09.2003

Mundsoor - vom Hefepilz geplagte Babys

Mundsoor, eine Hefepilzinfektion im Mundbereich, tritt bei Babys häufig auf. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihrem Kind bei den ersten Anzeichen am besten helfen und wie Sie der Infektion vorbeugen können...

Eine Hefepilzinfektion im Mundbereich, der so genannte Mundsoor, ist bei Babys nichts Ungewöhnliches, da ihre Hautbesiedelung mit gesunden Keimen noch nicht so gut ausgebildet ist. Grauweiße Flecken und krümelige Auflagerungen auf Zunge und Mundschleimhaut sind die äußeren Anzeichen. Oft tritt die Pilzinfektion im Mund zusammen mit einer Infektion im Po-Bereich, dem so genannten „Windelsoor“, auf.

Bei Verdacht zum Kinder- und Jugendarzt
„Sollte ein Verdacht auf Mundsoor bestehen, suchen Sie unbedingt Ihren Kinder- und Jugendarzt auf. Er klärt die Ursachen und verschreibt dem kleinen Patienten meist pilzabtötende Medikamente, so genannte Antimykotika“, erklärt Dr. med. Gunhild Kilian-Kornell, Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Bis zum Arztbesuch können Sie die betroffenen Stellen mit verdünnter Myrrhentinktur betupfen und so das Brennen und Wundgefühl im Mund ein wenig lindern. Geben Sie Ihrem Kind keinen Kamillentee zu trinken, er steht in Verdacht die Infektion eher zu fördern.“ Gegen das Stillen spricht auch bei Mundsoor nichts – hierüber berät Sie Ihr Kinder- und Jugendarzt ausführlich.

Nie den Schnuller ablecken!
Vorsorglich zum Schutz vor Mundsoor sollten Sie Schnuller und Fläschchensauger täglich auskochen. Fällt der Schnuller auf den Boden, waschen Sie ihn unbedingt kurz ab (nicht selbst ablutschen!). Die Mundschleimhäute Ihres Kindes bedürfen keiner speziellen Reinigung.

Autor: äin-red