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07.10.2016

Mehr Wassersicherheit: Zu wenig Kinder können schwimmen

Die Zahl ertrunkener Minderjähriger hat erstmals wieder zugenommen. Immer weniger Kinder können schwimmen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wirbt deshalb mit vielfälltigen Maßnahmen für das Schwimmenlernen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) macht darauf aufmerksam, dass zu wenig Kinder schwimmen können und mehr für ihre Schwimmfähigkeit getan werden müsse. Bereits im Frühsommer haben die Lebensretter reagiert, sagt DLRG Präsident Hans-Hubert Hatje: „In diesem Sommer haben wir kurzfristig Baderegeln als Piktogramme erstellt und den Kommunen wie Städten kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem haben wir unsere Baderegeln erfolgreich über social media beworben.“

Die Schwimmfähigkeit im Teufelskreis: Schwimmbäder schließen, da den Kommunen das Geld fehlt. Schwimmen lernen vor Ort geht daher oftmals nicht und in der Folge können zahlreiche Kinder sowie Jugendliche nicht sicher baden. Sicherlich auch ein Grund, weshalb in diesem Jahr fast 27 Heranwachsende in Teichen, Seen und anderen Gewässern ertrunken sind. In allen Altersgruppen (0 bis 5 Jahre, 6 bis 10 und 11 bis 14 Jahre) erstmals seit Jahren ein Anstieg der tödlichen Unfälle im Wasser. „Diese Zahl ist darüber hinaus das Ergebnis vielfacher Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen“, so Hans-Hubert Hatje. Die DLRG arbeitet gegen diesen Trend: Beispielsweise mit der Kampagne 'Seepferdchen für alle' werben sie für das Schwimmenlernen.

Die wirkt dagegen: Seit über 100 Jahren ist die DLRG als gemeinnützige Organisation bundesweit Partner für die Schwimmausbildung tätig. Jährlich nehmen die 36.000 Ausbilder bei über 60.000 Kindern Seepferdchen und Bronze-Abzeichen ab. Gemeinsam mit Grundschulen bieten etliche Ortsgruppen der DLRG sogar Arbeitsgruppen während der Unterrichtszeiten an. Hatje: „Wir haben bundesweit über 2.000 Gliederungen. Unsere Ausbilder wecken die Freude am Wasser und qualifizieren Kinder zu sicheren Schwimmern.“

Quelle: DLRG (1, 2), Deutsche Liga für das Kind





Autor: äin-red