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26.11.2004

Lammfelle im Babybett führen zu Überwärmung

Babys haben noch keine gute Temperaturregulation, deshalb kann ein Lammfell leicht zu einem Wärmestau führen. Zu große Wärme kann gerade beim Schlafen im Bett gefährlich werden - man vermutet, dass dies u.a. ein Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod ist...

Lammfelle im Babybett können das Risiko für den Plötzlichen Kindstod erhöhen. Darauf weist die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Kindstod (GEPS) in Münster hin. Durch die Felle erhöhe sich die Gefahr einer Überwärmung, da Babys noch keine gute Temperaturregulation haben. Sinnvoll sei der Einsatz von Fellen nur beim winterlichen Spaziergang im Kinderwagen oder als Kälteschutz auf Steinfußböden.

Die "Wohlfühltemperatur" beim Schlafen testen Eltern am besten am Nacken. Füße und Händchen dürfen kühl sein. Das Kind sollte im Bettchen nicht zu warm angezogen sein und keine Mütze tragen. Auch die Zimmertemperatur sollte nicht über 18° C liegen. Darüber hinaus gilt Rückenlage als weiterer SIDS-Schutz. Bei Säuglingen, die sich bereits drehen können, würde auch die Atmung durch ein Lammfell behindert. Das gilt auch für Felle, die als atmungsaktiv gekennzeichnet sind. Außerdem muss das Kind die eigene Atemluft wieder einatmen.

Autor: äin-red