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08.09.2019

Kinder- und Jugendärzte zum "Ärzte-Hopping": "Wenige fordern viel und schaden dem System."

KBV-Chef Gassen hat Maßnahmen gegen das Ärzte-Hopping in Deutschland gefordert. Die Krankenkassen widersprechen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) plädiert für mehr Patientensteuerung.

Eltern, die schon bei gering erhöhter Körpertemperatur ihres Kindes oder wegen eines simplen Mückenstichs die Praxis oder auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser aufsuchen, sind für die meisten Kinder- und Jugendärzte in Deutschland Alltag. Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): "Wir haben es heute zum Teil mit sehr verunsicherten Eltern zu tun, die so gut wie jede Lebensäußerung ihres Kindes als Krankheit deuten, der sie hilflos gegenüberstehen. Diese Eltern sind die "heavy users" unseres Gesundheitssystems. Indem sie unsere Kapazitäten blockieren, erschweren sie ernsthaft Kranken den Zugang zur medizinischen Versorgung. Wir sind davon überzeugt, dass man das Ärzte-Hopping, aber auch das häufige Aufsuchen unserer Praxen oder von Notfallambulanzen wegen banaler Infekte einschränken sollte. Wahltarife für Kassenpatienten, die sich verpflichten, sich zunächst an einen koordinierenden Arzt zu wenden, halten wir für eine gute Idee. Sie hat sich in vielen unserer Nachbarländer gut bewährt, ohne dass die gesundheitliche Versorgung der Menschen dort darunter gelitten hätte. Zugleich wünschen wir uns aber auch mehr gesundheitliche Bildung und Aufklärung in Kitas und Schulen, so dass heranwachsende junge Menschen Gesundheitskompetenz lernen und später als Eltern auch anwenden können."

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Autor: äin-red