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27.05.2019

Kinder- und Jugendärzte wollen umfassendere Impfpflicht

Eine Impfpflicht für Kinder nur gegen Masern geht dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) nicht weit genug.

© Picture-Factory - Fotolia.com

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Eine Impfpflicht müsse auch andere von der Ständigen Impfkommission empfohlene Schutzimpfungen umfassen, etwa gegen Keuchhusten oder Pneumokokken-Infektionen, sagte Verbandspräsident Dr. Thomas Fischbach am 24. Mai zum Auftakt eines bundesweiten Ärztekongresses in Weimar.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach eine Masern-Impfpflicht für Kinder in Kindergärten und das Personal in Kitas und Schulen ab März 2020 kommen soll. Der Verband unterstützt dies. Eine Impfpflicht müsse aber in ein Gesamtkonzept eingebettet sein, betonten die Mediziner.

Dr. Fischbach verwies darauf, dass Regelungen für nicht geimpfte junge Erwachsene in dem Gesetzentwurf fehlten. Zahlreiche neue Masernausbrüche in Deutschland seien zuletzt auf Impflücken in dieser Altersgruppe zurückgegangen. Der Verbandschef plädierte für ein nationales Register, in dem Impfstatus und Impflücken erfasst werden, sowie für den Aufbau „konsequenter Erinnerungssysteme“ für Eltern, die Impftermine versäumen.

Quelle: dpa

Autor: äin-red