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04.01.2017

Kinder-und Jugendärzte raten Eltern: Kindern durch gemeinsames Kochen Bewusstsein für gute Ernährung vermitteln

Der aktuelle Ernährungsreport zeigt: die Deutschen wollen sich gerne gesund ernähren, setzen aber im Alltag auf Fertigpizza, Konserven und Tiefkühlkost.

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

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"In den Familien wird immer weniger mit frischen und gesunden Lebensmitteln gekocht, das spiegelt sich auch in der Kindergesundheit wider. Wir erleben immer mehr fehl- und überernährte Kinder und Jugendliche in unseren Praxen. Hier muss sich dringend etwas ändern," so BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach. "Die Familie ist der Platz, an dem Kinder von Beginn an ein Bewusstsein für gute Ernährung entwickeln können. Schnell und gesund zu kochen ist gar nicht so schwer.

Unsere Tipps für Eltern:

  • Kaufen Sie einheimische Kartoffeln und Gemüse der Saison aus der Region und zwei- bis dreimal in der Woche ein kleines Stück Biofleisch. Diese Zutaten für eine selbstzubereitete Mahlzeit sind auf jeden Fall preiswerter als Burger, Döner und Fertigpizza.
  • Beteiligen Sie Ihre Kinder am Einkaufen. Lassen Sie sie ihr Lieblingsgemüse und Obst mitauswählen.
  • Kochen und backen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern: Möhren schnibbeln, Kartoffeln schälen oder aus Mehl, Eiern, Butter und Zucker einen herrlich duftenden Teig machen, den man mit beiden Händen bearbeiten kann: das regt Geist und Sinne an, fördert auch Sprechenlernen und schult die Grob- und Feinmotorik.
  • Essen in Gesellschaft macht Spaß: Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten, für Gespräche, Austausch

Gesunde Mahlzeiten sollten natürlich auch in der Kita und Schule Standard sein. Hier wünschen wir uns eine längst fällige Qualitätsoffensive und verbindliche Standards durch die jeweiligen Landesministerien.

Ebenso fordern wir strikte Werbebeschränkungen für so genannte Kinderlebensmittel, Junkfood und Soft Drinks:

  • Schluss mit irreführenden Begriffen wie „Zwischenmahlzeit“ für süße Snacks.
  • Schluss mit Comicfiguren, Stars als Werbeträgern, Spielzeug-Beigaben, Gewinnspielen und Aktionen, die Junkfood attraktiv für Kinder machen.
  • Verbot von kostenlosen Unterrichtsmaterialien, von Stundenplänen mit Markenlogo von Süßigkeiten-, Junkfood- und Softdrink-Herstellern.
  • Einführung einer transparenteren Nährwertkennzeichnung nach dem Ampel-Prinzip

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Autor: äin-red