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23.04.2019

Kinder- und Jugendärzte fordern nationales Impfregister

In der Debatte um Masernimpfungen pocht der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf die Einführung eines nationalen Impfregisters. Bis ein solches Register existiere, fordere der Verband eine generelle Impfpflicht, sagte Bundespressesprecher Dr. Hermann Josef Kahl vor dem Beginn der Europäischen Impfwoche (24. bis 30. April).

Mit einem Impfregister würde es zum Beispiel automatische Benachrichtigungen geben, dass eine Impfung ansteht. „Das hat dann nicht mehr die Keulenwirkung einer Impfpflicht“, ergänzte Dr. Kahl.

Für den Berufsverband sind nicht Impfskeptiker oder Impfgegner das größte Hindernis auf dem Weg zu ausreichend hohen Durchimpfungsraten.
„Es ist das Terminmanagement“, betonte Kahl. „Viele Impftermine werden von Eltern vergessen oder ein Kind wird krank. Und dann wird kein neuer Termin vereinbart.“ Impfgegner machten dagegen nach Schätzungen des Verbands maximal ein bis zwei Prozent der Bevölkerung aus.

Quelle: dpa

Autor: äin-red