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09.05.2012

Kinder- und Jugendärzte fordern einen zeitgemäßen Ausbau der Vorsorge-Untersuchungen

Anlässlich des 12. Forums für Gesundheits- und Sozialpolitik am 09. Mai 2012 in Berlin fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Bundesregierung auf, mehr politisches Gewicht auf Vorsorgemaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen zu legen...

Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weil wir heute wissen, welche immensen Kosten durch eine Vielzahl von Erkrankungen verursacht werden, die sich durch umfassende Prävention sowohl in der Gesellschaft als auch beim Individuum vermeiden oder zumindest abmildern ließen.

Die Gesetze müssen eine Vorsorgestrategie von 0 – 18 Jahren ermöglichen, im ersten Lebensjahr engmaschig, danach genügen jährliche Abstände zwischen den Untersuchungen, bei Jugendlichen auch Abstände von 2 Jahren. Gleichzeitig muss die Primärprävention („Vorausschauende Beratung“) gesetzlich verankert werden (§ 26 SGB V).

„Wir benötigen ein Optimum an frühkindlicher Bildung und Förderung innerhalb und außerhalb von Familien für alle Kinder, eine wirksame Unterstützung von Familien in allen Lebensräumen, eine gesunde Umwelt“, so der Präsident des BVKJ, Dr. Wolfram Hartmann. Die Kinder- und Jugendärzte fordern eine Stärkung der kinder- und jugendärztlichen Kompetenz in der allgemeinen medizinischen Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen.

Ebenso fordert der BVKJ, dass der Staat endlich ein überzeugendes Impfkonzept vorlegt und sicherstellt, dass impfpräventable Erkrankungen in Deutschland ausgerottet werden.

Die Verbindlichkeit der Vorsorgen sollte man in allen Bundesländern vereinheitlichen, damit alle Kinder und Jugendlichen erfasst werden. Die Durchführung ist an einen Qualifikationsnachweis zu koppeln, in aller Regel sollte dies eine abgeschlossene Weiterbildung auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin sein.

Regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen fördert die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung nachhaltig. Sie verbessert die gesellschaftliche Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Pressezentrum

Autor: äin-red