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04.07.2007

Keine Angst vorm Kinder- und Jugendarzt!

Die Grundlagen für eine "Arztphobie" werden schon früh gelegt, deshalb sollten insbesondere ängstliche Kinder schon frühzeitig Unterstützung erhalten. Schon junge Säuglinge spüren genau, ob Eltern von der Notwendigkeit einer Handlung des Kinder- und Jugendarztes für die Gesundheit ihres Kinder überzeugt sind oder nicht. Vertrauen die Eltern dem Kinder- und Jugendarzt, lässt sich auch ihr Kind leichter über einen kleinen Piekser oder Ähnliches hinwegtrösten...

Die Angst vor Ärzten wird häufig früh geprägt und kann bis ins Erwachsenenalter anhalten. Während junge Säuglinge in der Regel noch wenige Angstreaktionen zeigen, nehmen diese zum Ende des ersten Lebensjahrs mit dem Beginn der Fremdelphase zu und finden häufig ihren Höhepunkt im Kleinkindalter. Es ist deshalb wichtig, dass Kinder schon frühzeitig Unterstützung zur Vermeidung von übersteigerten Ängsten erhalten. Schon junge Säuglinge spüren genau, wenn Eltern dem Arztbesuch selbst skeptisch und ängstlich gegenüberstehen. Sie reagieren bei den leider manchmal nötigen unangenehmen Erfahrungen wie Impfungen etc. anders als Kinder von Eltern, die von der Notwendigkeit einer Handlung des Kinder- und Jugendarztes für die Gesundheit ihres Kinder überzeugt sind und so auch besser ihr Kind über den „kleinen Schmerz“ hinwegtrösten können. „Im Kleinkindalter ist es oft sehr hilfreich, wenn Eltern ihre Kinder auf den notwendigen Arztbesuch vorbereiten. So können die dort üblichen Untersuchungen zu Hause mit dem „kranken Teddy“ durchgespielt werden und das Kind kann in die Doktorrolle schlüpfen. Bei ängstlichen Kindern hilft häufig auch die Begleitung durch den Lieblingsteddy und eine Untersuchung auf dem Schoß der Mutter, um den Stress beim Arztbesuch zu verringern. Eltern sollten aber nicht in eine Beschützerrolle schlüpfen, sondern mit dem Kinder- und Jugendarzt zusammenarbeiten, denn sonst besteht die Gefahr, dass das Kind die Untersuchung noch stärker als Übergriff empfindet“, rät Dr. Thomas Fendel, Kinder- und Jugendarzt vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bei besonders ängstlichen Kindern kann es hilfreich sein, gerade die Vorsorgetermine zu nutzen, um Ängste abzubauen oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Da der Arztbesuch hier nicht wegen einer akuten Erkrankung stattfindet, steht bei diesen geplanten Terminen auch mehr Zeit zur Verfügung. Diese wichtigen Termine eignen sich deshalb auch hervorragend dafür, dass Ihr Kind eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Kinder- und Jugendarzt aufbauen kann. „Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind bei solchen Arztbesuchen ausgeschlafen und satt ist. Denn ausgeschlafene und satte Kinder reagieren gelassener“, weiß Dr. Fendel, Vorstandsvorsitzender von PaedNetz Bayern, aus seiner Praxiserfahrung zu berichten.

Autor: äin-red