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26.05.2010

Junge Sportler sollten sich bei Knieschmerzen Ruhe gönnen

Hat ein Kind während oder nach dem Sport Schmerzen im Knie, so muss es evtl. eine Pause einlegen. Ursache kann ein so genanntes „Springer-Knie“ sein, das eine Entzündung der Sehne, die über die Kniescheibe verläuft, bezeichnet. Wiederholtes Springen und Stop-and-go-Bewegungen wie beim Fußball, Hochsprung, Tennis, Basketball, Volleyball können diese Sehne überlasten und zu einer Entzündung führen ...

Der so genannte vordere Knieschmerz ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen am Kniegelenk. Er tritt häufig bei jungen Sportlern auf. „Auch wenn junge Sportler oft ehrgeizig sind, sollten sie lernen, Schmerzen im Kniegelenk nicht zu ignorieren und rechtzeitig zum Kinder- und Jugendarzt zu gehen. Unter Umständen droht ihnen sonst ein längerer Ausfall“, mahnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Eine häufige Ursache für Schmerzen im vorderen Kniegelenk ist eine Entzündung der so genannten Patellasehne („Springer-Knie“), die über die Kniescheibe verlaufend die Kraft des großen Oberschenkelmuskels (m. quadriceps femoris) auf den Unterschenkel überträgt. Wiederholtes Springen und Stop-and-go-Bewegungen wie beim Fußball, Hochsprung, Tennis, Basketball, Volleyball können zu kleinen Verletzungen und einer Entzündung dieser Sehne führen. Bekommt die Sehne nicht genügend Zeit, sich zu erholen, kann ein Dauerschmerz entstehen, der evtl. einen operativen Eingriff erfordert.

Eine Trainingspause kann Wochen oder Monate dauern. Kühlung sowie das Hochlegen des Beines helfen in dieser Zeit, die Entzündung der Sehne zu reduzieren. Grobe Stöße sollte das Knie erst wieder nach einer schmerzfreien Phase abfangen müssen. „Um ein Springerknie zu vermeiden, ist es wichtig, sich gut aufzuwärmen und auch das regelmäßige Dehnen nach dem Sport nicht zu vergessen. Treten Schmerzen auf, sollte der Kinder- und Jugendarzt abklären, ob es sich um eine Überlastung handelt und welche Maßnahmen dagegen sinnvoll sind“, so Dr. Fegeler.

Autor: äin-red