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10.01.2012

Impfen: Ablenkung nimmt Kindern Angst vor der Spritze

Viele Kinder entwickeln eine gewisse Angst vor Spritzen. Oft hilft es schon, wenn Eltern ihr Kind während des Einstichs ablenken. Babys können Eltern beispielsweise auf ein Spielzeug mit Geräuschen aufmerksam machen und zur Beruhigung stillen. Bei einem Kleinkind helfen beispielsweise Bücher mit ausklappbaren Figuren, bei Schulkindern Geschichten, Videos, Bücher und Ähnliches ...

Verschiedene einfache Methoden helfen Kindern, die Angst vor einer Spritze zu verlieren. „Während des Spritzens hilft Ablenkung sehr gut, z.B. indem Eltern das Kind an einer anderen Stelle als die Einstichstelle streicheln oder einen sanften Druck ausüben. Bei einem Baby sollten Eltern die Aufmerksamkeit des Kindes auf etwas anderes im Raum lenken, bei Kleinkindern helfen evtl. Bücher mit ausklappbaren Figuren, ein Lieblingsspielzeug, bei Schulkindern Geschichten, Videos, Bücher, Witze, Musik und Ähnliches“, rät Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Ein kleines Kind fühlt sich in der Regel am sichersten im Arm der Mutter oder des Vaters. Dort sollte es auch geimpft werden. Vorschulkinder und ältere Kinder sollten sich hinsetzen statt hinlegen, da sie sich in dieser Position weniger ausgeliefert fühlen und weniger ängstlich reagieren. Babys können zusätzlich zur Beruhigung gestillt werden oder eine Zuckerlösung erhalten.

Für Babys und Kleinkinder hat sich ein Nachmittagstermin für eine Schutzimpfung bewährt, da sie danach leichter schlafen. Dies kann wiederum die Bildung von Antikörpern unterstützen. „Wenn ihr Kind schon reden kann, sollten Eltern ein paar Stunden vor dem Arzttermin altersgerecht erklären, dass es eine Spritze bekommt, um nicht krank zu werden. Eltern sollten dabei sachlich und ruhig bleiben, und auch nicht verheimlichen, dass es ein Druckgefühl oder einen kleinen Pikser geben kann. In Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt können sie auch eine betäubende Creme vor dem Impftermin auf die Einstichstellen reiben “, empfiehlt Dr. Niehaus.

Quellen: Pediatrics, Paediatr Child Health

Autor: äin-red