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07.10.2019

Immuntherapie kann möglicherweise verhindern, dass sich allergisches Asthma verschlimmert

Eine Studie konnte zeigen, dass bei Patienten mit allergischem Asthma, die eine Allergen-Immuntherapie (AIT) erhalten, die Wahrscheinlichkeit geringer wird, dass das Asthma in seiner Schwere zunimmt – im Vergleich zu Asthma-Patienten ohne AIT. Dies gilt demnach insbesondere für junge Asthma-Patienten.

© Juan Gaertner - Fotolia.com

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Die deutsch-dänische Beobachtungsstudie, die online am 13. August in „Allergy“ veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass eine Allergen-Immuntherapie (AIT) mit einem verringerten Risiko für ein Fortschreiten des Asthmas verbunden ist, insbesondere bei jüngeren Patienten. Prof. Dr. Jochen Schmitt, MPH, von der Technischen Universität Dresden in Deutschland und seine Kollegen verwendeten deutsche Krankenversicherungsdaten (2005 bis 2014), um die Auswirkung der AIT auf den Asthmaverlauf basierend auf den Schweregradklassifizierungen der Globalen Initiative für Asthma (GINA) zu bewerten. Die Forscher identifizierten 39.167 Personen (im Alter von bis zu 14 Jahren) mit Asthma während des Untersuchungszeitraums. Etwas mehr als 10% dieser Personen (4.111 Patienten, 10,5%) erhielten eine AIT. Bei den Patienten, die sich einer Immuntherapie unterzogen hatten, wurde eine signifikante Abnahme des Risikos einer Asthmaverschlechterung festgestellt: von GINA-Stufe 1 zu GINA-Stufe 3 und von GINA-Stufe 3 zu GINA-Stufe 4. Die Ermittler stellten einen stärkeren Nutzen bei den jüngeren Altersgruppen fest. Dieser Befund stützt die aktuellen Empfehlungen, die Behandlung mit AIT möglichst früh im Krankheitsverlauf zu beginnen.

Ihre Studie lieferte weitere Beweise dafür, dass die Behandlung mit AIT das Fortschreiten von leichtem zu schwerem Asthma verhindern könnte, schreiben die Autoren.

Quelle: HealthDay, Allergy





Autor: äin-red