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02.04.2020

Hygieniker werben für einfache Schutzmasken im Kampf gegen Corona

Deutschlands führende Hygieniker gehen davon aus, dass auch einfache, sogar selbst genähte Schutzmasken das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus verringern können.

© ravipat - stock.adobe.com

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„Wer angehustet wird und einen Mund-Nase-Schutz (MNS) trägt, schützt sich vor dem größten Teil der Tröpfchen, die im Tuch oder Stoff hängen bleiben“, sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Auch Privathaushalte sollten sich durchaus Masken aus Stoff nähen.

„Auch eingenähte Damenbinden können sinnvoll sein, sie erhöhen den Schutz und fangen zusätzlich Feuchtigkeit auf“, sagte Walger. Durchfeuchtete Masken ließen sich rasch trocknen. „Bei 70 Grad in Mikrowelle oder Ofen sterben alle Viren ab.“ Walger sagte, wer etwa aus einem Meter von einem Infizierten angehustet werde, sei durch ein Tuch oder selbst einen Schal in einem hohen Maße davor geschützt, die Tröpfen einzuatmen, denn sie blieben im Schal hängen. Nur ein kleiner Teil würde durch die Poren hindurchfinden, und das auch nur bei großer Nähe zum Hustenden.

Auf der Straße sei das Tragen von MNS nicht unbedingt notwendig, sagte der DGKH-Sprecher weiter. An der frischen Luft oder in gut gelüfteten Räumen verteile sich die Tröpfchen-Wolke sofort in eine Verdünnung hinein, die das Risiko deutlich verringere. In nicht gelüfteten Räumen sei die Ansteckungsgefahr höher, werde aber auch dort durch einen einfachen MNS „erheblich“ verringert. „Daher: Jede Maske schützt! Und je häufiger gelüftet wird, umso effektiver kann sie schützen.“

Es sei „absolut ausreichend“, bei Kontakten unter Nicht-Risikogruppen und im normalen sozialen Leben einen einfachen Mund-Nase-Schutz zu tragen. „Deswegen sollten jede Firma und jede Institution, die kann, Stoffmasken herstellen.“

dpa

Autor: äin-red