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09.06.2010

Helium-Luftballons: Einatmen des Gases ist lebensgefährlich

Mit Helium-Gas aus Luftballons Micky-Maus-Stimmen zu erzeugen, kann gesundheitsschädlich und sogar lebensgefährlich sein. Denn wenn das farb- und geruchlose Gas zu lange oder zu oft hintereinander eingeatmet wird, kann es ohne Vorwarnung zur Bewusstlosigkeit kommen. Das Gas verdrängt unbemerkt Sauerstoff aus den Lungen. Besonders gefährlich ist Helium aus Gasflaschen, da das Gas dort mit hohem Druck austritt ...

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt Eltern davor, Kinder mit Heliumgas für Luftballons experimentieren zu lassen, um Micky-Maus-Stimmen zu erzeugen. Das farb- und geruchlose Gas ist gesundheitsschädlich bis lebensgefährlich, wenn es zu lange oder zu oft hintereinander eingeatmet wird. „Das Tückische daran ist, dass ohne Vorwarnung Bewusstlosigkeit eintreten kann, da das Gas für Betroffene unbemerkt Sauerstoff aus den Lungen verdrängt. Insbesondere wenn Helium aus Gasflaschen eingeatmet wird, kann es rasch zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen, da das Gas dort mit hohem Druck austritt“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Kinder sind zwar begeistert, wenn Helium beim Sprechen eine sehr hohe Stimme erzeugt, doch sollten Eltern ihnen den unbeaufsichtigten Umgang damit verbieten.

Helium kann u.a. eine Gehirnembolie mit Schlaganfall-ähnlichen Symptomen auslösen, da sich Gasblasen im Blut bilden. Die von den betroffenen Blutgefäßen versorgte Gehirnregion wird von der Nährstoffzufuhr abgeschlossen und stirbt ab. Neben dauerhaften Lungenschädigungen kann das Einatmen von Helium deshalb auch zu Ausfällen von bestimmten Gehirnarealen führen. „Kinder sollten deshalb nie alleine mit Helium-Ballons spielen, und entsprechende Tankflaschen sollten für sie unerreichbar aufbewahrt werden“, rät Dr. Fegeler.

Autor: äin-red