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18.09.2019

Handfehlbildung bei Neugeborenen - Länder fragen Kliniken ab

Nach einer Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einer Klinik in Gelsenkirchen wollen die Länder mehr Informationen einholen. Dazu soll bei Krankenhäusern in den Ländern abgefragt werden, ob ähnliche Fehlbildungen aufgefallen sind. Das sei am Dienstag (17.9.) bei einer Telefonkonferenz vereinbart worden, teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München mit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erläuterte in Berlin, Nordrhein-Westfalen koordiniere gerade, dass es überhaupt eine Datenerhebung gebe. Es gelte zunächst die Faktenlage zu klären, ob es tatsächlich zu gehäuften Fehlbildungen gekommen sei. Spahn warnte davor, „durch Spekulationen aller Art“ Menschen zu verunsichern.

Im Gelsenkirchener Sankt-Marien-Hospital Buer waren in zwölf Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. „Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig“, hatte die Klinik mitgeteilt.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärte, Fehlbildungen könnten unterschiedliche Ursachen haben. Er forderte ein bundesweites Register.

Quelle: dpa

Autor: äin-red