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01.12.2009

Gezieltes Training der Konzentration hilft gegen ADHS

Kindern, die unter ADHS leiden, helfen Konzentrationsübungen. Symptome der Störung wie Zappeligkeit lassen sich regulieren, wenn die Kinder lernen, bestimmte Gehirnregionen gezielt zu aktivieren. Dies haben deutsche und niederländische Wissenschaftler in einer großen Überblicksstudie festgestellt ...

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass hyperaktive Kinder ihre zappeligen Beine durch Konzentrationsübungen besser stillhalten können. Wenn Kinder lernen, bestimmte Gehirnregionen gezielt zu aktivieren, können sie so ihre Symptome regulieren, berichtete Ute Strehl vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen. Gemeinsam mit Forschern im niederländischen Nijmegen haben die Tübinger 15 zu dem Thema veröffentlichte Studien analysiert und zusammengeführt. Demnach lassen sich die ADHS-Symptome Impulsivität und Unaufmerksamkeit durch Konzentrationsübungen signifikant reduzieren, bei der Hyperaktivität gab es immerhin mittelmäßige Erfolge. Derzeit läuft in Tübingen eine Studie mit 150 Kindern, in der das so genannte Neurofeedback bei ADHS-Patienten erstmals im Detail erforscht werden soll. Die Forscher wollen herausfinden, wie sie den kleinen Patienten beibringen können, die für Hyperaktivität verantwortlichen Gehirnregionen gezielter zu aktivieren.

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die am weitesten verbreitete psychische Störung bei Kindern und Jugendlichen. Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass die Symptome wie Unkonzentriertheit und Impulsivität durch eine Untererregung bestimmter Gehirnregionen ausgelöst würden, sagte Strehl. Mit einer gezielten Aktivierung dieser Areale könnten die Kinder diese Untererregung ausgleichen.

Autor: äin-red