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20.07.2020

"Gewitterasthma": Chinesische Stadt erlebte starke Zunahme der Patientenzahl in Notfallaufnahme

Eine chinesische Studie beschreibt, wie in Yulin, einer nordwestchinesischen Stadt, im September 2018 eine große Anzahl von Kindern aufgrund eines Gewitters unter einem Asthmaanfall litten und in Notfallambulanzen, stationär oder ambulant behandelt werden mussten. Die Forscher haben die demografischen und klinischen Aspekte der betroffenen Kinder nachträglich analysiert.

© serkucher - Fotolia.com

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Die medizinischen Daten der Patienten stammten aus dem Krankenhausinformationssystem des Yulin Pediatric Hospital. Demnach war die Anzahl der täglichen Besuche in der Notaufnahme und der täglichen Krankenhauseinweisung in der Folge des Gewitters 2,7- bzw. 16-mal höher als an anderen durchschnittlichen Septembertagen. Sowohl in der Notaufnahme als auch in den Stationen mussten mehr Jungen als Mädchen versorgt werden. Von den 51 hospitalisierten Kindern mit detaillierten medizinischen Unterlagen hatten 56% noch nie unter Asthma gelitten oder hatten keine Asthmadiagnose, bei 25% war die Diagnose Asthma in der Vergangenheit bestätigt worden. Bei 67% war bereits in der Vergangenheit im August und September ein allergischer Schnupfen festgestellt worden. 76% der im Krankenhaus eingewiesenen Kinder hatten bisher mäßiges Asthma. 94% der pädiatrischen Patienten reagierten allergisch auf Beifußpollen und 78% waren gegenüber Pollen sensibilisiert.
Gewitter kann insbesondere bei Kindern mit allergischen Schnupfen oder Asthma die Beschwerden verschlimmern, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem Kinder und Jungen mit Beifußallergie sind anfällig für Gewitterasthma.

Quelle: Physician’s Weekly, Pediatric Research

Autor: äin-red