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31.12.2018

Gewicht wahrscheinlich für ein Viertel der Asthma-Fälle bei Kindern mit Übergewicht verantwortlich

Eine Studie mit Gesundheitsdaten für mehr als 500.000 Kinder in den USA legt nahe, dass Adipositas für etwa ein Viertel (23 bis 27%) der Asthma-Fälle bei Kindern mit Adipositas verantwortlich ist.

© uwimages - Fotolia.com

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Dies könnte bedeuten, dass etwa 10% aller Kinder im Alter von 2 bis 17 Jahren mit Asthma - fast 1 Million Kinder in den USA - die Krankheit durch Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts vermeiden hätten können, so Forscher der Duke University und Mitarbeiter des National Pediatric Learning Health System (PEDSnet). Die Ergebnisse wurden am 26. November in der Zeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht.

"Asthma ist Spitzenreiter bei den chronischen Erkrankungen bei Kindern. Einige der Ursachen, wie Genetik und Virusinfektionen im Kindesalter, können wir nicht verhindern", erklärte Jason E. Lang, MD, Associate Professor für Pädiatrie an der Duke Universtiy und Hauptautor der Studie. "Fettleibigkeit ist möglicherweise der einzige Risikofaktor für Asthma im Kindesalter, der vermeidbar ist. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass es wichtig ist, darauf zu achten, dass Kinder aktiv bleiben und ein gesundes Gewicht beibehalten."
Für die retrospektive Studie analysierten die Forscher Daten von 507.496 Kindern bzw. von mehr als 19 Millionen Arztbesuchen in sechs großen Kindergesundheitszentren.

Die Daten wurden zwischen 2009 und 2015 in ein klinisches Forschungsdatennetz namens PEDSnet eingegeben.
Diejenigen, die als Asthma-krank eingestuft wurden, hatten die Diagnose bei zwei oder mehr Arztterminen erhalten und hatten auch eine Verordnung dafür, z.B. wie einen Inhalator, verordnet bekommen. Lungenfunktionstest bestätigten auch, dass sie unter Asthma litten.

Jede Gewichtszunahme über die Norm erhöht das Asthma-Risiko

Kinder, die als fettleibig eingestuft wurden - Heranwachsende mit einem Body-Mass-Index (BMI) im 95. Perzentil oder höher für Alter und Geschlecht - hatten ein um 30% höheres Asthmarisiko als Gleichalterige mit einem gesunden Gewicht. Asthma beeinflusste nicht nur Heranwachsende mit starkem Übergewicht. Auch Kinder, die übergewichtig, aber nicht fettleibig waren (BMI im 85-94-Perzentil), hatten im Vergleich zu normalgewichtigen Gleichaltrigen ebenfalls ein um 17% erhöhtes Asthma-Risiko.

Die Forscher berechneten das Asthma-Risiko anhand mehrerer Modelle und bereinigten Risikofaktoren wie Geschlecht, Alter, sozioökonomischen Status und Allergien. Die Ergebnisse blieben ähnlich.

Die genauen Zusammenhänge können noch nicht erklärt werden

Die Studie habe mehrere Einschränkungen, erklärte Lang: So wurden die Daten während Arztbesuchen und nicht in einer kontrollierten klinischen Studie erhoben. Lang betonte, dass weitere Forschungsarbeiten erforderlich sind, die deutlich zeigen, dass Übergewicht und Fettleibigkeit direkt zu Veränderungen führen, die zu Asthma beitragen. Denn Wissenschaftler können bislang noch nicht vollständig erklären, wie und warum dies geschieht.

Die Wissenschaftler haben Hypothesen untersucht, die mögliche Unterschiede in der Entwicklung der Lunge und der Atemwege von Kindern mit Übergewicht sowie entzündliche Veränderungen im Körper aufgrund von Fettleibigkeit aufzeigen, so Lang.

Diese und andere Erkenntnisse, wie beispielsweise, dass Asthma häufig durch Gewichtsabnahme verbessert wird, deuten darauf hin, dass Fettleibigkeit eine Schlüsselrolle spielt oder direkt verantwortlich ist, ergänzte Lang.
"Ich denke, es ist vernünftig, sich Sorgen zu machen, dass es sich um eine kausalen Zusammenhang handelt", fasste Lang zusammen. "Es scheint, als ob sich für Kinder, die übergewichtig oder fettleibig werden, das Asthmarisiko signifikant erhöht. […] Dies hebt wiederum die Bedeutung der Prävention von Fettleibigkeit in jungen Jahren hervor."

Quelle: medicalXpress, Duke University, Pediatrics




Autor: äin-red