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18.12.2007

„Gehirnnahrung“ für Schulkinder

Die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit von Schülern lässt sich mit einer gesunden Ernährung förderlich unterstützen. Drauf weisen Experten vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Eine gesunde Ernährung kann die Gedächtnisleistung von Schulkindern unterstützen und ihre Konzentration verbessern. Damit das Gehirn optimal funktioniert, muss es gleichmäßig über den Tag verteilt ausreichend Nährstoffe und auch Wasser erhalten. „Vor allem das Frühstück ist für Schulkinder besonders wichtig, denn über die Nacht haben sich die Energiespeicher geleert. Da diese Energiespeicher bei Kindern noch kleiner sind als bei Erwachsenen, ist für sie diese erste Mahlzeit besonders wichtig. Bewährt hat sich eine Mischung aus eiweißhaltigen Lebensmitteln und komplexen Kohlehydraten, da sie langsam abgebaut werden und für eine gleichmäßige Energiezufuhr sorgen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Ein ausgewogenes Frühstück besteht aus Vollkornbrot mit Belag oder Müsli, dazu Milch oder Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch oder Quark, evtl. ergänzt durch frisches Obst oder Gemüserohkost (um die Verdauung zu fördern). Eier, Nüsse (z.B. im Müsli), Käse und Haferflocken sind eine besonders gute „Gehirnnahrung“, denn sie enthalten Cholin, eine Aminosäure, die der Körper zur Bildung des Botenstoffs Acetylcholin benötigt. Dieser sorgt für bessere Lernfähigkeit und ein gutes Gedächtnis.

„Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt, wie Süßigkeiten, Kuchen wirken sich dagegen – auch wenn sie zunächst rasch sättigen – negativ auf die Aufmerksamkeit aus, denn der Blutzuckerspiegel fällt ebenso rasch ab, wie er gestiegen ist und führt dann schnell wieder zu einem Hungergefühl und Müdigkeit“ warnt Dr. Fegeler. Eisen und Zink lassen das Gehirn aufnahmefähig und wach bleiben. Am besten kann der Körper Eisen über Fleisch aufnehmen. Kleine Vegetarier müssen darauf achten eisenreiche Produkte wie z.B. ein Hirsemüsli in Kombination mit Vitamin-C-haltigen Obst (auch als Saft wie z.B. Orangensaft) oder Gemüse (z.B. Paprika oder Brokkoli) zu sich nehmen, damit das Spurenelement aus pflanzlichen Nahrungsmitteln besser absorbiert wird. Ungesättigte Fettsäuren sind eine weitere wichtige Gehirn- und Nervennahrung. Diese liefern z.B. fette Fische wie Makrele, Hering, Thunfisch, Lachs, Heilbutt und Sardinen sowie Pflanzenöle (insbesondere Walnussöl und Rapsöl).

Autor: äin-red