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19.11.2004

Frühstück im Kindergarten

Kinder haben morgens nur geringe Reserven an Glykogen, der Speicherform für Traubenzucker, in Leber und Muskeln. Daher ist es besonders wichtig, dass sie morgens die Energiespeicher wieder auffüllen. Damit dies zu Hause und im Kindergarten gelingt, gibt die Bonner Ernährungs- und Haushaltswissenschaftlerin Martina Spaeth einige Tipps...

Ein gutes Frühstück ist der beste Start in einen spannenden Kindertag. Wie sich dies zu Hause und im Kindergarten gut gestalten lässt, beschreibt die Bonner Ernährungs- und Haushaltswissenschaftlerin Martina Spaeth.

Was macht das Frühstück eigentlich so wichtig?
Das Frühstück als erste Mahlzeit des Tages dient dazu, die über Nacht entleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen. Da diese Energiespeicher bei Kindern noch kleiner sind als bei Erwachsenen, ist für sie diese erste Mahlzeit besonders wichtig.
Kleinen Frühstücksmuffeln, die morgens nichts herunterbekommen, sollte wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Saft angeboten werden.

Und warum wird dann im Kindergarten noch einmal gefrühstückt?
Damit die Kinder über den Tag gleichmäßig mit Energie und Nährstoffen versorgt werden, ist nach dem ersten Frühstück zu Hause noch ein zweites Frühstück im Kindergarten wichtig. Optimal ist, wenn sich das erste und das zweite Frühstück ergänzen. Wer zu Hause noch keinen Appetit hatte, sollte im Kindergarten umfangreich frühstücken. Für Kinder, die schon zu Hause ein reichhaltiges Frühstück zu sich genommen haben, reicht im Kindergarten eine kleinere Portion.

Wie soll so ein Frühstück denn aussehen?
Ein ausgewogenes Frühstück besteht aus Brot mit Belag oder Müsli, dazu Milch oder Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch oder Quark. Ergänzt wird das ganze durch frisches Obst oder Gemüserohkost. Für Kinder, die solch ein umfangreiches erstes Frühstück zu sich genommen haben, reicht dann als zweites Frühstück etwas frisches Obst oder Gemüse, ergänzt durch ein wenig Brot und/oder Milchprodukte. Zu jedem Frühstück gehört ein Getränk, zum Beispiel ein Glas Leitungs- oder Mineralwasser, eine Fruchtsaftschorle, eine Tasse Früchte- oder Kräutertee oder auch eine Tasse Malzkaffee - zum Durstlöschen und fürs bessere "Rutschen".

Beim Frühstück im Kindergarten gibt es zwei Formen, das gemeinsame und das freie Frühstück. Welche Vorteile sehen Sie beim gemeinsamen Frühstück?
Wenn die Kinder alle zusammen, in der großen Gruppe und zu einer festgelegten Zeit frühstücken, können die Erzieher/innen das Essverhalten beeinflussen und als Vorbild fungieren. Kinder haben in der Gemeinschaft oft mehr Appetit und probieren manchmal auch Lebensmittel, die sie zu Hause nicht essen würden. Außerdem wird das Sozialverhalten der Kinder gefördert. Wenn das Frühstück vom Kindergarten gestellt wird, können die Kinder auch lernen, wie ein Frühstück zubereitet wird und wie es zusammengesetzt sein soll.

Und was spricht für ein freies Frühstück?
Wenn die Kinder in Kleingruppen während des Freispiels frühstücken, können sie selbst bestimmen, wann sie essen möchten. Sie können auf ihren Hunger hören und das Spiel dann unterbrechen, wenn sie selbst möchten. Die Kinder lernen, ihr Frühstück selber zu organisieren und auch die Dauer zu bestimmen. Ein weiterer Vorteil der Kleingruppe ist, dass die Kinder selber aussuchen können, mit wem sie essen möchten, und es insgesamt ruhiger ist, wenn nur wenige Kinder am Tisch sitzen. Außerdem ist es gemütlicher und gibt weniger Konflikte.

Welche Frühstücksform sollte denn nun im Kindergarten bevorzugt werden?
Da beide Formen viele Vorteile haben, ist es optimal, sie im Wechsel einzusetzen, wenn es die Gegebenheiten erlauben. Das heißt, im Laufe der Woche oder eines Monates freies und gemeinsames Frühstück abzuwechseln.

Autor: äin-red