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28.06.2012

Fremdeln - ein völlig normales Verhalten

Das Fremdel-Verhalten ihrer Babys sollten Eltern unbedingt ernst nehmen und mit Verständnis darauf reagieren. Irgendwann zwischen dem sechsten und achten Monat fängt fast jedes Baby an zu fremdeln. Das Kind kann jetzt seine Eltern bewusst vermissen – ein enormer Entwicklungsfortschritt...

Irgendwann zwischen dem sechsten und achten Monat fängt fast jedes Baby an zu fremdeln. Das Kind kann jetzt seine Eltern bewusst vermissen – ein enormer Entwicklungsfortschritt.

Damit Eltern mit dieser Fixierung auf sich besser umgehen können, sollten sie Folgendes beachten: Kinder brauchen in dieser Zeit Eltern, die sie ernst nehmen. Kinder wollen jetzt beschützt werden, denn ihre Angst ist echt. In vertrauter Umgebung fremdelt das Baby weniger als in einer unbekannten Atmosphäre. Vor Fremden sollte man das Kind Nähe spüren lassen und in einem ruhigen Ton mit ihm sprechen. Zutrauen gewinnen andere Personen schneller, wenn sie dem Kind z. B. mit bekanntem Spielzeug gegenübertreten. Jedes Kind hat ein Recht auf seinen eigenen Intimbereich. Man sollte es daher niemals gegen seinen Willen einem anderen auf den Arm geben, selbst wenn es sich um die bisher heiß geliebte Oma handelt. Die Initiative bzw. der erste Kontakt sollte immer vom Kind ausgehen. Bis spätestens zum 15. Monat verliert sich das Fremdeln weitgehend von selbst.

Autor: äin-red